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Alexandré Zindel mit seiner Autoharp.

Von Reinhard Mey bis Franz Schubert

  • VonKarl-Josef Graf
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Hungen (kjg). Mit dem Folksong »Wildwood Flower« begann Alexandré Zindel sein Konzert im Blauen Saal des Hungener Schlosses. Den Song hatte die Carter-Family mit Maybelle Carter Anfang des 19. Jahrhunderts in den USA berühmt gemacht. Zindel spielte Autoharp, »ein meist 36-saitiges Instrument, das in den 1880er Jahr von dem Deutschen Karl August Gütter entwickelt wurde«, erklärte der studierte Sänger und Komponist.

Das Volkslied »All meine Gedanken, die ich hab, sind bei Dir« war als mittelalterliches Werk das älteste Stück, das er den Zuschauern zu Gehör brachte. Es folgten das schottische »Morning has broken«, Reinhard Meys »Über den Wolken«, von Edith Piaf »Hymne a L’amour« und B. B. Kings Blues »The Thrill is gone«. Den ersten Teil beendete Zindel mit »Die Forelle«, einer Komposition von Franz Schubert.

Die einzelnen Stücke interpretierte er gesanglich auf seine eigene Weise, was bei den Zuhörern gut ankam. Insgesamt war es ein Genuss, den Liedern, die er auf der Autoharp begleitete, zuzuhören. Dem Freundeskreis war es wieder einmal gelungen, mit Zindel einen interessanten Künstler, der mit seiner Musik und seinem Instrument außergewöhnlich ist, nach Hungen zu holen.

Die Autoharp (Volkszither) sei ein in Deutschland seltenes Instrument, erläuterte Zindel, einziger professionell tourender Autoharpspieler und Sänger in Deutschland. Der Musiker präsentierte seine vier Instrumente und erläuterte Einzelheiten zum Beispiel zu den Saiten und Spielweisen.

In Sachsen erfunden

Die Autoharp sei ein Begleitinstrument, das vor etwa 140 Jahren von dem Sachsen Karl August Gütter erfunden worden sei, und später in Amerika von Carl Friedrich Zimmermann nachgebaut und patentiert worden war. Sie sei in Europa kaum verbreitet. Bekannteste Interpretin in den USA sei Maybelle Carter mit der Carter Family.

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