+

Die Villinger und die Dauer-Nicht-Baustelle

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
    schließen

Die Villinger haben sich mittlerweile an den Anblick gewöhnt: Seit Oktober letzten Jahres ist ein rund 50 Quadratmeter großes Areal in der Bahnhofstraße abgesperrt. Pflastersteine hatten sich dort teilweise quer- und hochgestellt, die Fläche war dadurch nicht mehr verkehrssicher. Seitdem heißt es für alle Fahrzeuge auf Höhe des Feuerwehrhauses: Slalom fahren.

In der Hungener Verwaltung wartet man allerdings nicht darauf, dass Gras über die Sache wächst, auch wenn bereits einige Grünpflanzen den abgesperrten Verkehrsraum für sich erobert haben. Das Problem kennt jeder, der einmal einen Handwerker brauchte, um nicht gleich ein neues Haus bauen, sondern nur eine Deckenlampe montieren zu lassen: Für solche Kleinaufträge lässt kaum eine Firma alles andere stehen und liegen.

Hungens Bürgermeister Rainer Wengorsch erklärte auf Nachfrage, dass zudem das Wetter im Winter sowie die aktuelle Corona-Pandemie für weitere Verzögerungen sorgten. "Auch ist eine zeitnahe Lieferung von Baumaterialien und gegebenenfalls besonderen Pflasterbelägen nicht immer zu gewährleisten", erklärt Wengorsch.

Als - übrigens lange vor der Amtszeit von Bürgermeister Wengorsch - die Entscheidung fiel, dieses Areal zu pflastern, hatte wohl keiner daran gedacht, dass so Steine zwar schön aussehen, Ersatz jedoch schwerer als Asphalt zu bekommen sind. Zudem sind sie heutzutage für Kreuzungen nicht mehr unbedingt erste Wahl, neigen die Steine doch dazu, sich auf Dauer unter starker Belastung zu verschieben. Neben Feuerwehr und Müllabfuhr rollen an dieser Stelle auch regelmäßig Schulbusse und Laster über das Pflaster. "Für derartige Pflasterflächen sind die aufgetretenen Schäden nach fast 15 Jahren typisch", stellt auch der Bürgermeister fest. Und hat eine gute Nachricht: Nach derzeitigem Stand soll Mitte Juni mit der Reparatur begonnen werden.pad/FOTO: PAD

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare