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Hunde, die schnell und verrückt nach Bällen sind, haben gute Voraussetzungen für Flyball. Mitte August werden in Obbornhofen die Europameisterschaften in dieser Hundesportart ausgetragen. (Archivfoto: kjg)

Verrückt nach Bällen

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Hungen (us). Auf dem Sportgelände von Obbornhofen sind eigentlich die Fußballer der Kreisoberliga zu Hause. Doch Mitte August wird dort eine Europameisterschaft ausgetragen. Zur European Flyball Championship 2019 werden 1200 Hundesportler aus zwölf Nationen mit rund 900 Vierbeinern erwartet. Ausrichter dieser Großverantaltung ist der Verein "HundesportLich".

Schnell und ballverrückt: Hunde mit diesen Eigenschaften bringen gute Voraussetzungen für Flyball mit. Die rasante Staffelsportart für Hunde und ihre Hundeführer erfreut sich in Deutschland und Europa immer größerer Beliebtheit. Die Hundesportler vom Verein "HundesportLich" haben sich vor zehn Jahren zusammengefunden, um diesen Sport in neuer Formation zu betreiben. Obwohl die Aktiven des Vereins auch im Agility-Sport erfolgreich sind und zudem Begleithundeausbildung und Freizeitbeschäftigungen mit den Vierbeinern anbieten, ist doch Flyball von Beginn an die Renommiersportart des Vereins. 2018 konnte das Team "16 Paws of Power" mit Trainer Stephan Bender den Vizeweltmeistertitel in der Division 2 bei der erstmals in Gravelines (Frankreich) ausgerichteten Weltmeisterschaft erreichen.

Im Jubiläumsjahr wartet nun eine besondere Herausforderung auf die Licher Hundesportler: Vom 16. bis 18. August richten sie die Flyball-Europameisterschaft aus. Dieser Wettkampf findet seit 2007 alljährlich in einem anderen europäischen Land statt. Für dieses Jahr wurde er nach einer Abstimmung unter den teilnehmenden Nationen an den Licher Verein vergeben. Der hat Erfahrung mit Großveranstaltungen, 2016 richtete er die deutsche Flyball-Meisterschaft aus. Diesmal ist die Herausforderung um einiges größer. 2016 waren 55 Mannschaften zu Gast. Für die Europameisterschaft sind 143 Teams aus zwölf Nationen gemeldet, teilt Martin Leiß vom Orga-Team mit.

Das Turnier ist damit eine der größten Europameisterschaften im Flyball, die bis dato ausgerichtet wurden. "1271 Hundesportler aus Belgien, Tschechien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Ungarn, Italien, Niederlande, Österreich, Polen und sogar Russland werden ins Flyball-Mekka Obbornhofen pilgern, und auch bis zu 900 vierbeinige Teilnehmer sind mit dabei", heißt es in einer Pressemitteilung des ausrichtenden Vereins.

Am Freitag und Samstag (16. und 17. August) finden zunächst die Vorläufe der Meisterschaft statt. Damit immer gleich starke Mannschaften gegeneinander antreten, werden die Teams in Divisionen eingeteilt, deren Zusammensetzung in diesen Vorläufen ermittelt wird.

Am Samstagnachmittag beginnen dann die Ausscheidungsrunden, bei denen zwei Mannschaften gegeneinander antreten. Die schnellere Mannschaft gewinnt und kommt eine Runde weiter.

Das Turnier, das gleichzeitig auf drei Wettkampfringen stattfindet, wird von zahlreichen Sponsoren begleitet, die sich in einem eigenen Bereich nahe des Turniergeländes darstellen und ihre Waren, vorwiegend aus dem Hundesport- und Tierbedarf, ausstellen und zum Verkauf anbieten.

Daneben sind rund um das Turnier auch Unterhaltungsveranstaltungen geplant. Im Lounge-Bereich auf dem Gelände vor dem Obbornhofener Vereinsheim werden allabendlich die Tagessieger geehrt. Die Flyballer und hoffentlich viele Gäste werden mit einem Nationenwettbewerb, mit einer DJ-Party am Freitag und am Samstagabend mit einem Livekonzert unterhalten. Eine Cocktailbar und weitere Attraktionen wie eine Kinderhüpfburg runden das Angebot ab.

Logistische Herausforderung

Allein könnten die Hundesportler dieses Event nicht stemmen, doch wie schon 2016 stellt der Sport- und Kulturverein Obbornhofen (SKV) das Turniergelände zur Verfügung und übernimmt mit seinen Aktiven die Verpflegung der Turnierteilnehmer. Die überwiegende Zahl der Teilnehmer wird auf den Wiesen rund um das Obbornhofener Sportgelände campen.

Zwischen 400 und 500 angemeldete Wohnmobile, Wohnwagen oder Zelte stellen die Organisatoren dabei vor eine große logistische Herausforderung. "Beide ausrichtenden Vereine freuen sich aber auf die erprobte Zusammenarbeit und sind sicher, dass die Veranstaltung ein Erfolg wird", schreibt Martin Leiß.

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