sued_Friedhofskapelle_12_4c_1
+
Hagen Roth (Fachbereichsleiter Technische Dienste, l.), Bürgermeister Rainer Wengorsch und Stadtarchivar Erhard Eller (r.) vor dem Baudenkmal.

Treffpunkt für Architektur-Fans

  • VonRedaktion
    schließen

Hungen (pm). Der Laie sieht es auf den ersten Blick nicht, doch die Experten sind sich einig: Die Friedhofskapelle in Trais-Horloff ist ein sehr gut erhaltenes Baudenkmal der Bauhaus-Architektur und damit eine architektonische Besonderheit.

»Wir sind sehr stolz, dass wir in Hungen ein solches Bauwerk haben«, sagt Bürgermeister Rainer Wengorsch. Immer wieder gebe es Anfragen von Architektur-Fans.

Nach der Verlegung des Friedhofes im Jahr 1927 aufgrund des Braunkohletagebaus entstand nach Plänen des Architekten Adolf Meyer die heutige Kapelle. Wolf Heinecke wirkte als ausführender Architekt an dem Bauprojekt mit. Adolf Meyer war Lehrender in der Architekturabteilung am Staatlichen Bauhaus Weimar und prägte als engster Mitarbeiter von Walter Gropius den Bauhausstil in der Architektur.

Die zweigeschossige Kapelle mit Flachdach umfasst im Erdgeschoss eine Leichenkammer und im Obergeschoss eine Kanzel. An der Stirnwand wurde ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet. Der Anbau entstand erst 1972. »Wir wollen das einmalige Bauhaus-Denkmal für die Zukunft erhalten und im nächsten Jahr mit Sanierungsarbeiten beginnen«, sagte Wengorsch. Das Anlaufziel für Architektur-Fans bleibt also erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare