"TonArt" freut sich auf das Frühjahr

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Hungen(pm). Nach einem schwierigen Jahr für alle Chöre geht auch "TonArt" in Hungen in diesem Jahr angesichts der anhaltenden Pandemie neue Wege, um bei Stimme zu bleiben, bis es wieder möglich sein wird, miteinander echten Chorklang zu erleben.

Dies schlug Chorleiter Jochen Stankewitz bei einem Zoom-Meeting des Chores vor, weil viele Aktive ihm signalisiert hatten, dass ihre Stimme nach vielen Wochen ohne Chorproben dringend "geölt" werden müsse. In einer nüchternen Einschätzung der weiteren Dauer von coronabedingten Einschränkungen des Chorsingens hat Stankewitz ein Konzept für virtuelle Stimmbildung entwickelt, das allen Sängerinnen und Sängern ein Training ihrer Stimmen ermöglichen soll. Damit soll die weitere Abstinenz vom gemeinsamen Singen in Präsenz überbrückt werden.

"TonArt" hatte aufgrund des Lockdowns im März 2020 zunächst die Proben komplett einstellen müssen. Das besondere Vorhaben des Chores - seine Teilnahme am Deutschen Chorfest in Leipzig Ende April - fiel Corona genauso zum Opfer wie das alljährliche "Schlossakkord"- Konzert.

Dennoch fand der Chor im Frühsommer zu einer Fortsetzung der Proben unter neuen Bedingungen: Mit Genehmigung des Schulverwaltungsamtes wurde einige Wochen auf dem Schulhof der Grundschule im Grassee mit großen Abständen auf selbst mitgebrachten Stühlen geprobt.

Proben in der Halle

Als es dann abends dunkler und kühler wurde, zog der Chor in die alte Tennishalle beim Irrbühl um, wo auf Grundlage des Hygienekonzepts des hessischen Chorverbands weitere Probenabende möglich waren. Aufgrund der schwierigen Akustik zwischen "luftlosen" Hüpfburgen für Kinder und großen Abständen war dies "zwar ein spannendes Experiment in ungewohntem Ambiente, aber musikalisch eine unbefriedigende Notlösung". Diese wurde beendet, als die evangelische Kirchengemeinde ein Hygienekonzept verabschiedete, das ein weiteres Proben in der Kirche in Rodheim möglich machte.

Damit verbunden war die Aussicht auf ein Ständchen bei der alljährlichen Rodheimer Adventsveranstaltung am 1. Advent, das dann wiederum von den dramatisch steigenden Infektionszahlen zu Fall gebracht wurde. Auch die Proben mussten erneut eingestellt werden.

Zum Trost gab es für den Chor einen musikalischen Adventskalender in digitaler Form von Chorleiter Stankewitz, der mit Adventsliedern, die er selbst in allen Stimmen eingesungen und mit Orgel, Klavier oder Flöte begleitet und technisch zusammengebastelt hatte, seinen Aktiven aufs Schönste Türchen für Türchen durch die Adventszeit verbunden blieb.

Bei der digitalen Zusammenkunft wurde resümiert, dass man angesichts der Belastungen und Erschwernisse durch die Pandemie doch ein bisschen stolz sein könne auf das, was trotzdem, vor allem für den Zusammenhalt des Chores, gelungen ist.

Daher geht TonArt die "Verlängerung" der eingeschränkten Choraktivitäten mit Optimismus an und freut sich auf das Frühjahr.

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