Die Störche sind schon in den Süden aufgebrochen

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  • Patrick Dehnhardt
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Die Zugvögel hatte nun der Arbeitskreis Gießen der HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz) bei einer Exkursion in der Horloffaue im Blick. Rund 20 Naturinteressierten nahm Horst Scherer dabei nahe der Kläranlage Utphe mit auf einen Rundgang.

Die Zugvögel hatte nun der Arbeitskreis Gießen der HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz) bei einer Exkursion in der Horloffaue im Blick. Rund 20 Naturinteressierten nahm Horst Scherer dabei nahe der Kläranlage Utphe mit auf einen Rundgang.

Den ersten Zugvogel sah man direkt zu Beginn: Ein Baumfalke, den man an seinem schwarzen Backenstreif und den rostroten "Hosen" erkennt. Er zieht ab Ende des Monats in den Süden und kommt erst im April wieder zurück. Die meisten Störche haben die Horloffaue auch schon verlassen, nur ein Storch konnte noch beobachtet werden. Sie fliegen in Gruppen miteinander in ihr Winterquartier. Die Jungen hat es dabei schon vor ihren Eltern in den Süden gezogen. Auch ein Mauersegler, der spät dran war, wurde gesichtet.

Der Star, Vogel des Jahres, brachte mit seinem Schwarmverhalten am Himmel die Teilnehmer zum Schwärmen. Die Schafstelzen suchten unter den Füßen der Rinder nach Futter und ein Trupp von fünfzig Kiebitzen ließ sich auf einem naheliegenden Acker nieder. Auf den Auwiesen konnten unter den vielen Graugänsen zwei mit gelben Halsmanschetten markierte Vögel entdeckt werden. Mit dieser Maßnahme will man mehr über das Ausbreitungs- und Wanderverhalten der Tiere erfahren, erklärte Scherer. Auch eine Mittelmeermöwe wurde über dem Knappensee beobachtet.

Laut Scherer sind vor allem die Bewohner von Feuchtgebieten auf nachhaltig geschützte Rastgebiete, wie die "Mittlere Horloffaue", angewiesen, weil sie wenig Ausweichmöglichkeiten haben. Damit die ziehenden Arten in der sich rasch veränderten Welt überleben können, sind Anstrengungen von lokal bis international notwendig.

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