+
Ehrungen bei der SPD Hungen. FOTO: PM

"Spaltungen wie in Lich vermeiden"

  • schließen

Hungen(pm). Knapp 40 Mitglieder des SPD-Ortsvereins Hungen fanden den Weg zur Mitgliederversammlung. Vorsitzender Fellner von Feldegg bilanzierte in seinem Jahresbericht zunächst 50 Termine von Ortsvereinsvorstand und Fraktion und dankte besonders Anja Schwab und Margit Richter-Stopfkuchen, die für eine perfekte Organisation von Veranstaltungen gesorgt hatten.

Kritik an Bürgerliste

Mit dem schon tradierten parlamentarischen Boule-Turnier versuche die SPD Hungen weiter, das Miteinander mit den politischen Mitbewerbern zu stärken. Das sei zum Beispiel im Kampf um eine angemessene finanzielle Grundausstattung der Kommunen wichtig. Hier gehe es vor allem darum, die Rolle als Bittsteller gegenüber dem Land abzuschaffen.

Fellner von Feldegg lud sodann zur Mitarbeit in der Vorbereitung der Kommunalwahl unter Federführung von Gerald Hänsel zu den Themen Ländlicher Raum, Klimaschutz, Mobilität und gesellschaftlicher Zusammenhalt ein. Den Klimaschutz werde man als SPD Hungen - wie schon mit der Einrichtung des Solarparks - weiter unterstützen und neue Möglichkeiten auf kommunaler Ebene erschließen. Als ein Ziel formulierte der Vorsitzende, dass in der Schäferstadt die Tafel irgendwann überflüssig werde. Und: "Hungen sollte nicht nur in der Europawoche eine echte Europastadt sein." Schließlich, so Fellner von Feldegg, gelte es, einem Gedanken von "Hungen first" entgegenzuwirken. So wie er in den Proklamationen der Bürgerliste "Pro Hungen" durchscheine, der es weniger um das Gemeinwohl als um die Verteidigung von Einzelinteressen gehe, wie das Beispiel der Straßenbeiträge zeige. Spaltungen wie in Lich zu beklagen, dürften in Hungen nicht Platz greifen.

Schatzmeister Andre Schleer präsentierte einen soliden Kassenbestand, der Vorstand wurde entlastet.

Der zwischenzeitlichen Auflösung von Ortsbezirken folgend wurde eine Änderung der Satzung des Ortsvereins Hungen mit der Aufnahme von neuen Stadtteilbeauftragten in den Vorstand einstimmig beschlossen. Als Gastredner wünschte sich der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Kaweh Mansoori ein Mehr an demokratischem Streit. "Kompromisse werden verständlicher, wenn vermittelt werden kann, dass sie am Ende eines Ringens der verschiedenen Standpunkte getroffen wurden."

Für 50 Jahre wurden Herbert Engel, Sabine Fellner von Feldegg, Horst Hübner und Volker Lehmann geehrt, für 40 Jahre Marion Merkel und Birgit Reichhardt sowie für 30 Jahre Irene Krull und Horst Kühnel.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare