»So woarsch bei uus«

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Hungen (pm). Die Heimatkundler Otto Rühl, Wilhelm Konrad und Ulrich Kammer in Villingen haben ein neues Themenheft herausgebracht. Der Titel lautet »So woarsch bei uus« (So war es bei uns). In Villingen wurde es bereits verteilt, aber die breitgefächerten Themen sind auch über das Dorf hinaus von Interesse.

So haben sich die Heimatkundler mit der Frage beschäftigt, wer vor 250 Jahren das Eisenerz aus dem Hungener Land zur Friedrichshütte an der Horloff transportierte und auch mit den Konflikten, zu denen es dabei kam.

Ein anderes Kapitel dreht sich um Tierschutz und den 1933 geäußerten Vorschlag, für Villingen eine Umgehungsstraße zu bauen. Hintergrund: Die Langholzfuhrwerke mit Buchenstämmen aus den gräflichen Wäldern von Laubach können nur unter größten Schwierigkeiten und unter unzumutbaren Strapazen für die Zugpferde durch die engen verwinkelten Straßen des Dorfes zu den Sägewerken in Villingen und Hungen gelangen.

Die Idee für die Umgehungsstraße kommt von einem Tierfreund, der ursprünglich aus Sachsen stammte und als 18-Jähriger mit seinem Onkel mit dem Fahrrad im Jahr 1898 von Leipzig nach Jerusalem gefahren ist. Die beiden haben dort das deutsche Kaiserpaar getroffen und eine Audienz genossen.

Weitere Themen sind eine Dorfstatistik von 1950 und der gräfliche Tiergarten zwischen Hungen und Villingen, der im 17. Jahrhundert geschaffen wurde und bis um 1800 Bestand hatte.

Wie die Villinger Heimatkundler mitteilen, ist das Sonderheft in den Geschäftsstellen der Sparkasse Laubach-Hungen zum Preis von fünf Euro erhältlich. Es kann auch über die Villinger Filiale bezogen werden oder bei Otto Rühl (Tel. 0 64 02/23 78, Hirzbacher Weg 2, 35410 Hungen-Villingen; bei Postversand zuzügl. Verpackung und Porto).

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