Sitzung in Inheiden "Woas e Oarmut" bot "Höllentanz"

Hungen (tr). Dem Motto der Inheidener Sitzung "Woas e Oarmut" sollte man nicht trauen. Der Saal des Bürgerhauses war ausverkauft und das Programm war alles andere als eine Armut. Seit fast 30 Jahren gehört die Sitzung zu den Traditionsfeten des Ortes und erfreut sich großer Beliebtheit.

So herrschte am Samstag bis weit nach Mitternacht Jubel, Trubel und Heiterkeit auf dem Narrenschiff. Dieses lenkte Frederic Scherf mit sicherer Hand und lockerem Mundwerk durch die Wogen der Narretei.Denn seine Crew, die aus Mitgliedern des Radfahrervereins All Heil (RV) und des Sportvereins (SVI) bestand, hatte Scherf fest in der Hand. Zusammen hatten sie ein Programm auf die Bühne gebracht, das die Narrhalla immer wieder zum Beben brachte.

Vom erotischen Leben einer Kuh

Gleich zu Beginn gab es eine Premiere, denn die Minigarde des Sportvereins SVI meisterte mit Bravour ihren ersten Auftritt. Kein Auge blieb trocken, als Torsten Fett aus Utphe seine Witze in der Bütt präsentierte. Auf der Bühne und im Saal war der Teufel los, als die Turnermädchen des Radfahrvereins einen "Höllentanz" auf das Parkett legten. Urig ging es zu mit den "Glorreichen Sieben auf den Bergen", die voller Übermut über die Bühne stapften, sprangen und tanzten. Weiter ging es mit einem chaotischen Luftpumpenkonzert, dessen Musiker und Dirigent vom Hungener Carneval Verein (HCV) kamen. Später stellte sich das Prinzenpaar mit Hofstaat vor und die Garde des HCV zeigte einen eleganten Jubiläumstanz zum 55-jährigen Bestehen der Hungener Narrengilde.

Ebenfalls vom HCV waren die "Pimellis" zu Gast, die das närrische Volk amüsierten.

Noch vor der Pause heizten Lutz Weiß, Gerhard Schmid, Oliver Mulch und Roland Frutig als "Blaumannsgroup" dem Publikum ein. Die "Starlights", eine Tanzgruppe des SVI, hatten sich in Gardemädchen verwandelt und zeigten einen rasanten Gardetanz. Zum Lachmuskeltraining war Silke Merz in die Bütt gekommen. Mit lockeren Sprüchen verriet sie so manches aus dem erotischen Leben einer Kuh. Als ein weiterer Höhepunkt erwies sich die Showtanzgruppe der Landfrauen mit ihrer Robin-Hood-Version. Auch dies belohnten die Zuschauer mit tosendem Beifall. Aber auch das Männerballett "die Heringe" aus Kaichen sorgte dafür, dass das Stimmungsbarometer hochschnellte.

Als Frederic Scherf das "Dreckige Dutzend" ankündigte, wussten die Insider, dass sie zum Ende des Narrenprogramms ein besonderes musikalisches Schmankerl erwartete, das ein Knaller wurde und das Bürgerhaus abschließend fast zum Wackeln brachte.

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