Durch seine kräftige Farbe lockt der Wiesensalbei potenzielle Bestäuber an. FOTO: PM
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Durch seine kräftige Farbe lockt der Wiesensalbei potenzielle Bestäuber an. FOTO: PM

Seltener Wiesensalbei begeistert

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Hungen(pad). Über die blauen Blüten des Wiesensalbeis freut sich der Nonnenröther NABU-Vorsitzende Heinz Weiss. Am südlichen Rand des Hitzelberges hat er die seltene Blume entdeckt. "Er ist eine typische Pflanze in blüten- und artenreichen Glatthaferwiesen", erklärte er. Der Anblick erfreut nicht nur Menschen: "Die blaue Farbe ist für Insekten weithin sichtbar und lockt potenzielle Bestäuber an, die sich am Nektar laben wollen", so Weiss. Dieser sei tief in der Blüte verborgen und daher nicht für jede Art zugänglich. Langrüsselige Hummelarten und verschiedene Schmetterlinge sind die Hauptadressaten des Salbeis. "Ein spezieller Mechanismus sorgt bei ihrem Blütenbesuch fast unter Garantie für eine Bestäubung."

In Nonnenroth ist die Glatthafer-Salbei-Wiese die Einzige und kommt nur noch als Restvorkommen vor. Neben Glatthafer und weiteren Arten der Glatthaferwiesen sind es vor allem Trocken- und Magerkeitszeiger, die diese Flächen prägen. "Zum Wiesensalbei kommen die Karthäuser-Nelke, Glockenblume, Margerite und Skabiosen-Flockenblume", nennt der NABU-Vorsitzende Beispiele. "Diese Wiesen zählen zu den artenreichsten und waren ehemals weit verbreitet. Heute jedoch zählen sie zu den am stärksten gefährdeten Wiesentypen." Um die Pflanzenbestände zu erhalten, setzt sich der NABU für eine einmalige Mahd und den Verzicht auf Dünger ein. Zudem sollten auch Restflächen stehen bleiben. Ungemähte Teilflächen auf der mageren Wiese sichern ein Blüten- und Nektarangebot für die Falter, auch nach der Mahd. Sie bieten vielen anderen Tieren Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten.

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