Mit scharfem Blick auf Nahrungssuche: ein Turmfalke.
+
Mit scharfem Blick auf Nahrungssuche: ein Turmfalke.

Seltene Gäste im "Römerviertel"

  • vonred Redaktion
    schließen

Hungen(pm). Abwechslungs- und erlebnisreiche Landschaften suchen Menschen gerne zur Entspannung und Erholung auf. Diese schwinden jedoch durch weiteres Zubauen, Bodenversiegelung und auch naturferne Gestaltung in Siedlungsbereichen. Gerade der Erholungswert durchgrünter Siedlungen mit bevorzugt naturnah gestalteten Gärten bringt diese Landschaftsqualität den Menschen in ihrem nächsten Umfeld nahe.

Heimische Büsche und Bäume, "wilde Ecken" und strukturreiche Gestaltung ermöglichen die Entwicklung einer kleinräumigen Erholungslandschaft auf engstem Raum zugunsten der Menschen und der Artenvielfalt. Dies fördert der Naturschutzbund (NABU) Horlofftal mit der Beratung interessierter Gartenfreunde und durch den "Tag der offenen Naturgärten" am 5. Juli.

So brüten in naturnahen Gärten aufgrund vorhandener Nahrungsquellen zahlreiche Vogelarten, die mit ihrem Gesang, interessanten Verhaltensweisen und ihren abwechslungsreichen "Outfits" das individuelle Gartengeschehen bereichern - nicht nur im Winter am Futterhäuschen, sondern auch zur Brutzeit.

Eine Folge naturnaher Gartengestaltung und -bewirtschaftung konnte unlängst in der Straße Am Wasserturm im sogenannten "Römerviertel" beobachtet werden: Dort hat ein Turmfalkenpärchen in einer kleinen Fichtengruppe drei Jungvögel erfolgreich großgezogen.

Die im Garten anwesenden Menschen wurden von den Turmfalken als "Partner" akzeptiert; die "Gastgeber" ihrerseits haben die außergewöhnliche Vogelbrut eines "Mitgeschöpfes" in ihrem kleinen Garten als Bereicherung empfunden - ein Beispiel, was Schule machen sollte.

FOTO: PM/ERIC FISCHER

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare