Seit 2016 nicht viel passiert

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Hungen(pad). Am Ortsausgang von Nonnenroth Richtung Hungen geben viele Laster- und Autofahrer schon Gas, bevor sie das Ortsschild erreichen. Nicht selten kommen sie aber auch bereits mit deutlich mehr als den erlaubten 50 Stundenkilometern den Berg hinabgefahren. In der Ortsbeiratssitzung am Mittwochabend äußerten mehrere Bürger ihre Kritik, dass noch immer nichts getan worden sei, um die Gefahrenstelle zu entschärfen.

Gefährlich ist die Lage vor allem deshalb, da sich genau in diesem Bereich die Schulbushaltestellen befinden. Ein Anlieger schilderte in der Bürgerfragestunde, dass sich schon einmal Schüler nur mit einem Sprung in eine Hofeinfahrt vor Rasern in Sicherheit bringen konnten.

Bereits 2016 forderte der Ortsbeirat Nonnenroth, an dieser Stelle eine Querungshilfe zu bauen (die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete). Die Hoffnung: Die Verkehrsinsel würde nicht nur mehr Sicherheit beim Überqueren der Straße bieten, sondern als Hindernis auch automatisch dafür sorgen, dass der Verkehr hier langsamer fließt. Auf Nachfrage der Bürger sagte Ortsvorsteher Werner Leipold, dass man seit langer Zeit auf eine Stellungnahme des Hungener Bauamts warte. Daher sei noch immer keine Entscheidung pro oder kontra eine Querungshilfe gefallen. Dass das Verfahren nun bereits mehrere Jahre dauert, sorgte bei den Anwesenden für Kopfschütteln. "Muss erst ein Kind totgefahren werden, damit etwas passiert?", fragte ein Bürger.

Festwochenende im Juli 2021

Positiver sind die Nachrichten zum Dorfjubiläum 2021. Dann feiert Nonnenroth seine erste urkundliche Erwähnung vor 750 Jahren. Besonders aktiv sei bereits die Arbeitsgruppe Chronik, berichtete Leipold. Diese arbeite daran, das Buch "Liebe Heimat Nonnenroth" weiterzuschreiben und die Geschichte der Häuser im Dorf in den letzten Jahrzehnten aufzuzeichnen.

Das Dorfjubiläum soll am Wochenende vom 2. bis 4. Juli 2021 gefeiert werden. Zudem sind weitere Veranstaltungen im Festjahr geplant. Heinz Weiss regte an, auch eine Veranstaltung mit Blick auf Klimawandel und die Zukunft der Natur rund ums Dorf auszurichten.

Der Hungener Seniorenbeirat benötigt dringend neue Mitglieder. Gudrun Philipps warb in der Ortsbeiratssitzung für eine Mitarbeit. Ab 60 Jahren könne man sich engagieren. Mit vier Sitzungsterminen pro Jahr sei das Programm überschaubar, zudem richte man verschiedene Veranstaltungen für die Senioren aus.

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