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Die Schwanzmeisen im Glück

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Drei kleine Vögelchen verdanken einem Zufall ihr Leben: Aufmerksame Spaziergänger haben die drei eng zusammengekuschelten, noch flugunfähigen jungen Vögel Ende Mai auf einem Fahrweg bei Stornfels im Vogelsbergkreis gefunden. Schnell war man sich einig: diesen Winzlingen muss geholfen werden.

Zum Glück gab es da nicht weit entfernt jemanden, der sich auskennt: Helga Sheppard aus Nonnenroth. Kurzerhand ins Auto gesetzt, brachten die Finder die Jungvögel zu ihrer Pflegestation. Hier stellte sich dann schnell heraus - die drei Vögelchen sind Schwanzmeisen, die zu den kleinsten heimischen Vögeln gehören, und Sheppard nahm sie auf, wo sie auch derzeit hochgepäppelt werden.

Mit 7 bis 9 Gramm Körpergewicht sind sie nur geringfügig schwerer als Wintergoldhähnchen oder Zaunkönige. Echte Meisen nisten in Höhlen, Schwanzmeisen sind Freibrüter. Das Nest befindet sich nur wenige Meter über dem Boden in einem Gebüsch und wird kugelförmig aus Moos und Federn angelegt. Der Innenausbau besteht aus 2000 Federn. Ab Anfang April legt das Weibchen 8 bis 10 Eier, Ende April schlüpfen die ersten Jungen. Das Brutgeschäft der Schwanzmeisen verläuft, wie man in diesem Fall sehen kann, in den seltensten Fällen reibungslos. Über 80 Prozent aller Brutversuche scheitern nämlich vorzeitig. Nur diesen Schwanzmeisen steht nun eine gute Zukunft bevor. (con/Foto: con)

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