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Schüler säubern Stolpersteine

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Mit den Stolpersteinen, die an vielen Orten im Landkreis zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt wurden, ist es wie mit der Geschichte: Vergisst man sie, werden sie nicht mehr beachtet. Dann schreiten Menschen über sie hinweg oder an ihnen vorbei, ohne ihnen Beachtung zu schenken. Umso wichtiger ist es, immer wieder die Bedeutung von Stolpersteinen und Geschichte hervorzuheben und darauf aufmerksam zu machen, was niemals wieder passieren darf.

Mit den Stolpersteinen, die an vielen Orten im Landkreis zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt wurden, ist es wie mit der Geschichte: Vergisst man sie, werden sie nicht mehr beachtet. Dann schreiten Menschen über sie hinweg oder an ihnen vorbei, ohne ihnen Beachtung zu schenken. Umso wichtiger ist es, immer wieder die Bedeutung von Stolpersteinen und Geschichte hervorzuheben und darauf aufmerksam zu machen, was niemals wieder passieren darf.

Dieser Aufgabe widmeten sich in den vergangenen Tagen Schüler der neunten Klasse der Gesamtschule Hungen: Im Rahmen einer Projektwoche beschäftigen sie sich mit den Geschehnissen während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und Hungen – am Anfang und Ende der Woche stand dabei jeweils ein Stolperstein im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Außerdem verschafften die Jugendlichen den Stolpersteinen in der Hungener Innenstadt neuen Glanz: Viele der Steine hatten sich mittlerweile in die umgebende Pflasterung eingepasst – auf den ersten Blick waren Namen und Lebensdaten der ehemaligen Hungener nicht mehr zu erkennen. Diesen Umstand beseitigten die Schüler und berichteten gemeinsam mit Lehrer Armin Trus und Hubert Wiesenbach vom Arbeitskreis »Spurensuche« aus dem Leben und dem Schicksal der jüdischen Mitbürger. Nur eine kleine Aktion – aber ein Wirken gegen das Vergessen. Das denken auch viele der Schüler: »Man darf nicht zulassen das so etwas wieder passiert«, sagt beispielsweise Laurenz Weimer. Für seinen Mitschüler Johannes Brumhard hat es noch eine andere Bedeutung: »Man lernt die damaligen Opfer kennen – auch das ist ein Teil der deutschen Geschichte«.

Bereits in den Tagen vor der Putzaktion beschäftigen sich die Schüler mit der Thematik: So besuchten sie die Gedenkstätte in Hadamar.

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