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Fachwart Robert Stelz (vorn) informiert über Pflegemaßnahmen wie den "Juniriss".

Früh übt sich in Inheiden

Schnittkurs für angehende Obst- und Gartenbauer

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Hungen (pm). Bei herrlichem Sommerwetter waren kürzlich die Mitglieder der Kinder- und Jugendabteilung des Vereins für Gartenbau und Landschaftspflege in Inheiden auf der vereinseigenen Obstanlage aktiv. Auf dem Plan stand der Sommerschnitt an den Apfelbäumen. Dazu hatten sich die Betreuer professionelle Unterstützung von Fachwart Robert Stelz geholt. Schnell wurden Leitern und sonstiges Werkzeug aus dem Gerätehaus geholt. Um die Fünf- bis 17-Jährigen für den Obstbau zu begeistern, informierte Stelz über den "Juniriss" und die damit verbundenen Maßnahmen zur Baumpflege. Dazu wurden die senkrecht stehenden krautigen Triebe, die für den Kronenaufbau nicht benötigt werden, durch Wegreißen entfernt. Durch das Reißen werden - im Gegensatz zum Schneiden - auch die "schlafenden Augen" (unsichtbare Knospen unter der Astrinde) beseitigt und so ein übermäßiger Neuaustrieb im nächsten Jahr unterbunden.

Beim Gang durch die Apfelbaumreihen erklärte Stelz die Gründe bzw. Notwendigkeit der fachgerechten Pflegemaßnahmen im Sommer, damit u. a. auch die Fruchtqualität gefördert wird. Nach und nach durften auch die Jungbaumbesitzer einen Trieb abreißen oder auch einmal selbst die Schere in die Hand nehmen, um Äste an ihren eigenen Bäumen abzuschneiden. Die gesamten Sommerschnittmaßnahmen sind so angelegt, dass durch sie das unproduktive Holz in der Krone reduziert wird. Die verbleibenden Knospen, Triebe und Früchte profitieren von besserer Belüftung und mehr Licht, denn die Kraft des Baumes soll ja in den Apfel und nicht in das Holz. Die abgeschnittenen Äste wurden mit einem Handwagen zum Brandplatz gebracht.

Wer mehr über den Obstanbau wissen möchte oder Lust hat, eine Patenschaft für einen Apfelbaum zu übernehmen, ist auf der Inheidener Obstanlage jederzeit willkommen. Es stehen freie Kontingente an Apfelbäumen zur Verfügung (www.gartenbauverein-inheiden.de).(Foto: pm)

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