Schleiereule verendet in Friedhof-Wasserbecken

  • Patrick Dehnhardt
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Hungen(pad). Eine Schleiereule ist im Schöpfbecken auf dem Nonnenröther Friedhof ertrunken. Der Vorsitzende des örtlichen Naturschutzbundes (NABU), Heinz Weiss, hat mittlerweile eine Ausstiegshilfe eingebaut. So sollen Tiere, die ins Becken fallen, wieder herausklettern. Weiss, zudem Ortsbeauftragter für Vogelschutz, weist in im Zusammenhang mit dem Tod der Eule darauf hin, dass auch im privaten Bereich solche Todesfallen für Tiere zu finden sind. Wenn man den Rand des Gartenteichs erhöhe, könne verhindert werden, dass Igel und andere Tiere hineinfallen und nicht mehr herauskommen. Auch sonst können Ausstiegshilfen das Leben von Tieren retten.

Zudem seien Igel nicht nur in Gefahr, wenn sie Straßen überqueren. Immer wieder würden sie bei Pflegearbeiten von Straßen- und Feldwegrändern sowie Grabenböschung verletzt oder gar getötet werden. "Besonders das Mulchen und anschließende Absaugen des Schnittsguts zerstört einen Großteil der Fauna", erklärte Weiss. Er fordert die Kommunen auf, das Mulchen einzustellen. Stattdessen solle eine naturfreundliche Mahd einmal jährlich mit einem Balkenmäher erfolgen. Weiss’ Wunsch ist es, dass rund 50 Prozent der Flächen im Wechsel als Überwinterungsräume für die Tiere erhalten bleiben.

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