Rauchsäule wies Weg ins Nachbardorf

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Hungen(pad). 2019 war für die Trais-Horloffer Freiwillige Feuerwehr ein Jahr mit neun Einsätzen und zwei Brandsicherheitsdiensten. Dies berichtete Wehrführer Peter Schindler auf der Jahreshauptversammlung. Unter anderem wurde im Juli ein Schwelbrand in einem Wochenendhaus im Kriegerdorf bekämpft.

Der größte Einsatz stand vor fast exakt einem Jahr im Nachbardorf Utphe an. Unter dem Stichwort "F3 - ausgedehnter Brand" wurde die Trais-Horloffer Feuerwehr alarmiert. Eine Adresse brauchten sie in diesem Fall nicht, denn die schwarze Rauchsäule war bereits am Feuerwehrhaus zu erkennen. Die Atemschutzgeräteträger waren mit Löscharbeiten direkt an der brennenden Werkstatt beschäftigt, während die weiteren Trais-Horloffer Feuerwehrleute die Wasserversorgung vom Unteren Knappensee aufbauten.

29 Übungs- und Theorieeinheiten standen auf dem Jahresplan. Drei Feuerwehrleute besuchten Lehrgänge oder Seminare. Zudem wurden der Kreisfeuerwehrtag in Nonnenroth und das Feuerwehrfest in Utphe besucht.

Mehrere Posten sind vakant

Gemeinsam mit Steinheim und Inheiden wurde am Villinger Sommerlad-Hochhaus geübt. Fünf der 14 Aktiven können als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden. Laura Betzl wurde nun zur Oberfeuerwehrfrau, Dennis Schindler zum Löschmeister befördert.

Ein akutes Problem der Feuerwehr Trais-Horloff: Sowohl dem Verein als auch der Feuerwehr selbst fehlen Personen, die Ämter übernehmen. So gibt es derzeit keinen Jugendfeuerwehrwart. Die fünf Jugendfeuerwehrleute sind daher zu den Übungen der Aktiven eingeladen. Auch der Posten des Gerätewarts sowie des Sprechers der Alters- und Ehrenabteilung sind unbesetzt.

Stellvertretender Ortsvorsteher Jochen Schmidt erklärte mit Blick auf den Einsatz beim Großbrand in Utphe: "Da sieht man, dass das, was wir machen und an Gerätschaften haben, nicht umsonst ist. Material, die Leute und die Ausbildung werden gebraucht."

Bürgermeister Rainer Wengorsch nahm den Dank für den neuen Mannschaftstransportwagen an die städtischen Gremien mit. Bislang hatte der Verein immer mit einem kleinen Zuschuss der Stadt die Mannschaftsbusse angeschafft und häufig mit viel Eigenleistung einsatztauglich gemacht. Dass der Verein nun nur einen Zuschuss von 5000 Euro für einen nagelneuen Feuerwehrbus zahlen musste, stieß auf großes Lob. Wengorsch erklärte zum neuen Finanzierungsmodell: "Damit haben wir für alle Stadtteilfeuerwehren einen guten Weg eingeschlagen." Er kritisierte, dass die Richtlinien etwa für Lehrgangsbesuche immer komplexer würden: "Es ist schade, dass man hier nicht effizienter einen Bürokratieabbau betreibt." Neben dem Umbau des Trais-Horloffer Feuerwehrhauses investiere die Stadt 2020 wieder in die Feuerwehren im gesamten Stadtgebiet; u. a. sei ein Zuschuss für den Ankauf einer gebrauchten Drehleiter vorgesehen.

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