Auch Pro Hungen äußert sich

Rainer Wengorsch wehrt sich gegen Kritik der SPD

  • vonred Redaktion
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Hungen(pm). Bürgermeister Rainer Wengorsch weist die Vorwürfe der SPD zurück, seine Kandidatur auf Platz eins der Freien Wähler für die Kommunalwahl im kommenden März sei lediglich eine Scheinkandidatur. Er nutze eine legitime Möglichkeit, sich zur ihn unterstützenden Gruppierung der Freien Wähler zu bekennen und deren Einfluss zu stärken, erklärt Wengorsch.

Derweil kritisiert auch Pro Hungen die Nominierung des Bürgermeisters an der Spitze der Liste der Freien Wähler. Das Amt als Stadtverordneter könne Wengorsch nur annehmen, wenn er als Bürgermeister zurücktrete.

Die Äußerungen der Sozialdemokraten bezeichnet Wengorsch als "Wahlkampfpopulismus und scheinheilig", zumal sein Vorgänger, der ehemalige SPD-Bürgermeister Klaus-Peter Weber, den selben Weg eingeschlagen habe.

Es sei völlig abwegig, von einem Trick oder gar einer Verfälschung des Wählerwillens zu sprechen, erklärte Wengorsch. Er hofft, dass solche Angriffe lediglich der besonderen Wahlkampfsituation sowie der Befürchtung von Fellner von Feldegg, "mit seiner Fraktion zukünftig ein Stück weiter in die Bedeutungslosigkeit abzugleiten, geschuldet ist". Für die Fortführung "der bisher guten und durchaus konstruktiven Zusammenarbeit" seien solche Aussagen allerdings nicht hilfreich.

Mit "großer Verwunderung" äußert sich auch Pro Hungen zur Kandidatur Wengorschs. Ein Bürgermeister unterliege der Neutralitätspflicht und "darf sich in amtlicher Funktion weder mit Wahlbewerbern identifizieren noch diese mit öffentlichen Mitteln unterstützen oder bekämpfen", schreibt Vorsitzender Fabian Kraft.

Von einer notwendigen Trennung der amtlichen Eigenschaft und privater Person könne aber nicht die Rede sein, wenn die Freien Wähler in ihrer Pressemitteilung explizit vom "Bürgermeister" und nicht der Privatperson Wengorsch als Spitzenkandidat sprechen.

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