Oldtimerpiloten sind hart im Nehmen: Dirk Bender und Friedhelm Höchst fuhren im ältesten Fahrzeug des Feldes auch bei starkem Regen bis zum Ziel ohne Verdeck. FOTO: PM
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Oldtimerpiloten sind hart im Nehmen: Dirk Bender und Friedhelm Höchst fuhren im ältesten Fahrzeug des Feldes auch bei starkem Regen bis zum Ziel ohne Verdeck. FOTO: PM

Quer über den Vulkan und zurück

  • vonred Redaktion
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Hungen(pm). Für seine beliebte Oldtimerfahrt nutzte der Motorsport-Club (MSC) Horlofftal den Tag der Deutschen Einheit als Ersatztermin, nachdem im Frühjahr und Sommer aus bekannten Gründen keine Veranstaltungen möglich waren. Der MSC passte das Konzept an die aktuellen Corona-Verordnungen und Verhaltensregeln an und bot mit der 29. ADAC Oldtimerfahrt Horlofftal eine nahezu kontaktlose Veranstaltung.

Die Teams hatten mit ihren mindestens 30 Jahre alten Fahrzeugen auf der herrlichen Strecke bei der Suche nach der korrekten Strecke nach Lauterbach und zurück viel Spaß. Nach dem Start in Nonnenroth musste im Nachbardorf Röthges der Lutherweg-Pilgerstempel an der Kirche gefunden und als Beleg in der Bordkarte abgedruckt werden. Weiter ging es über Ruppertsburg, Friedrichshütte und Gonterskirchen in den Laubacher Schlosspark, wo eine 40 Meter lange Strecke in exakt zehn Sekunden zu fahren war. Besonders tückisch: Nach weiteren 20 Metern mussten es exakt 15 Sekunden sein. Eine ähnliche Sonderaufgabe wartete am Nachmittag auf dem legendären Schottenring auf die Teams. Hier waren 10 Kilometer in exakt 1000 Sekunden zu fahren, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h entspricht. Die besten Teams lagen hier gerade einmal elf Hundertstelsekunden daneben.

Am Ziel begrüßte das MSC-Organisationsteam um den MSC-Vorsitzenden Manfred Möll (Röthges) und Fahrtleiter Daniel Noll (Langd) die Teams. Zusammen mit Winfried Möll wertete der Fahrtleiter am Abend die Bordkarten der Teams aus und staunte über das hohe Niveau, aber auch über die teilweise kreativen Interpretationen der Aufgabenstellung. Bestes Team in der Kategorie "Oldtimer-Wandern" wurden Lothar und Regina Scherer (Hungen-Langd) mit einem Unimog aus dem Jahr 1978 vor Friedhelm Höchst und Dirk Christian Bender aus Grünberg im Locomobile aus dem Jahr 1918, dem mit Abstand ältesten Fahrzeug im Starterfeld, mit dem sie auch bei Sprühregen bis ins Ziel ohne Verdeck fuhren. Den dritten Platz sicherten sich die Laubacher Routiniers Werner Vogeltanz und Karl-Heinz Fuhrmann im NSU TT von 1970. In der Sportwertung überraschte das Vater-Sohn-Team Joachim und Markus Pompalla (Lich), die sich dem Hansa von 1934 hinter den Routiniers Andreas Zuhnemer/Peter Schmidt aus Baden-Württemberg den zweiten Platz sicherten.

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