Bahnhof Hungen

25 Prozent oben drauf: Bahnhofs-Umbau wird erheblich teurer

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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3,3 Millionen Euro sollte die Modernisierung des Hungener Bahnhofs kosten. Jetzt wird ein satter Nachschlag fällig. Auch die Stadt muss zahlen. Die CDU spricht von "schlampiger Planung".

Der Hungener Bahnhof hat sich gemacht. Noch ist die Modernisierung nicht ganz abgeschlossen, aber die überdachten Bahngleise, die neuen (noch nicht betriebsbereiten) Aufzüge und die verlängerte Unterführung machen schon schwer was her. Doch die Modernisierung hat ihren Preis: 3,3 Millionen Euro sollte der Umbau ursprünglich kosten. Nun wird der Spaß mehr als 800 000 Euro teurer. An der Kostensteigerung von gut 25 Prozent muss auch die Stadt Hungen einen Anteil tragen. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte am Donnerstag einer überplanmäßigen Ausgabe von 60 285 Euro zu. Land Hessen muss größten Teil tragen

Die Modernisierung des Bahnhofs ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem neben der DB Station & Service AG auch die Stadt Hungen, der Rhein-Main-Verkehrsverbund, der Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe und Hessen Mobil mit im Boot sitzen. Sie alle sind von der DB bereits im Frühjahr über die zu erwartenden Mehrkosten informiert worden. Den größten Batzen werden das Land Hessen (460 000 Euro) und die DB Station & Service (388 000) Euro tragen müssen.

Vorwurf: Schlampig gearbeitet Wie Bürgermeister Rainer Wengorsch erläuterte, schlagen für die Stadt vor allem zusätzliche Aufwendungen bei der Ertüchtigung und der Verlängerung der Unterführung zu Buche. So musste eine neue Bodenplatte eingebaut und der Untergrund unter dem neuen Tunnel-Abschnitt befestigt werden. Der von der Stadt Hungen zu zahlende Kostenanteil erhöht sich dadurch von knapp 381 000 Euro auf rund 441 000 Euro. In Kalamitäten bringt das den Haushalt nicht, dort stehen für die Bahnhof-Modernisierung noch Mittel zur Verfügung. CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Marsfelde konnte sich dennoch Kritik nicht verkneifen. Die Höhe der Kostensteigerung lässt für ihn nur einen Schluss zu: "Die Planer haben schlampig gearbeitet."

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