Über 1000 Liter Apfelsaft werden in Rabertshausen gekeltert. Der Helfer in der Mitte trägt übrigens ein Plexiglasvisier. FOTO: PAD
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Über 1000 Liter Apfelsaft werden in Rabertshausen gekeltert. Der Helfer in der Mitte trägt übrigens ein Plexiglasvisier. FOTO: PAD

Press(e)termin in Rabertshausen

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Hungen(pad). Im kleinsten Hungener Stadtteil war an diesem Wochenende viel los: Der Rabertshäuser Feuerwehrverein hatte am Samstagmorgen mehrere Pressen vor dem Feuerwehrhaus aufgestellt. Äpfel wurden gewaschen, danach durch den Mußer gejagt. Der Apfelbrei kam in die Keltern, wurde mit Muskelkraft ausgedrückt. Goldener Saft floss schließlich aus der Presse.

Bereits am Freitag wurden trotz Schmuddelwetters tonnenweise Äpfel gelesen. Dieses Jahr stammen sie großteils von den gemeindeeigenen Streuobstwiesen. 2019 musste aufgrund einer Missernte bis nach Stornfels gefahren werden, um genügend Äpfel zusammenzubekommen, berichtet Joachim Rudel.

An beiden Tagen packten jeweils weit über 20 Helfer mit an - somit ein Sechstel der Bevölkerung von Rabertshausen. Um die Hygienevorschriften einzuhalten, wurden große Abstände zwischen den einzelnen Arbeitsbereichen eingehalten. Wenn man sich zu nahe kam, wurde die Maske oder ein Gesichtsschutz verwendet.

Am Ende des Tages hatten die Rabertshäuser über 1000 Liter Apfelsaft gepresst. Der Großteil davon landete in den Gärfässern, wird nun zu Apfelwein. Dieser wird beim Feuerwehrfest, dem Dorfflohmarkt oder der Jahreshauptversammlung ausgeschenkt. Da diese Feste 2020 alle ausfallen mussten, wurde der 2019er-Schoppen an die Mitglieder des Feuerwehrvereins verschenkt.

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