»Politikwechsel ein Gesicht geben«

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Hungen (pm). Die Fraktion Pro Hungen hat sich in einer Pressemitteilung zustimmend zur geplanten Wiederholung der Magistratswahl geäußert »Auch wenn sich die Stadtverordneten von Pro Hungen in der zweiten Sitzung lieber mit Sachthemen auseinandergesetzt hätten, wird die Anfechtung der Wahl durch die Freien Wähler begrüßt, nachdem Pro Hungen bereits in der Ältestenratssitzung auf die Rechtsunsicherheiten hingewiesen hat«, heißt es in einer Pressemitteilung.

Den Überlegungen, dass eine offene Magistratswahl per Akklamation durch eine einheitliche Liste aller Fraktionen möglich wäre, erteilt Fraktionsvorsitzender Fabian Kraft allerdings eine klare Absage: »Wir haben uns im Wahlkampf dafür stark gemacht, die seit zehn Jahren regierende Koalition aus Freien Wählern und CDU abzuwählen und da wäre es regelrecht absurd, dass wir nun in einer gemeinsamen Liste einen Ersten Stadtrat der Freien Wähler unterstützen. Eine gemeinsame Liste kommt für Pro Hungen nur in Frage, um der neu gewählten Mehrheit und dem klaren Votum nach einem Politikwechsel ein Gesicht zu geben in Form eines neuen Ersten Stadtrats.«

Pro Hungen stellt öffentlich klar, für eine gemeinsame Liste mit den bisherigen Oppositionsparteien SPD und Grüne - frei nach dem »Grünberger Modell« ohne weitere Absprachen oder Verpflichtungen - zur Verfügung zu stehen, um einen Ersten Stadtrat aus den Reihen der Fraktionen oder auch einen externen überparteilichen Bewerber zu unterstützen.

»Die Stadtverordneten der bisherigen Opposition sollten sich zumindest klar darüber sein, dass es in dieser Frage keine Neutralität geben kann: Die Mandatsträger sind nicht nur verantwortlich für das, was sie tun, sondern auch für das, was sie nicht tun«, heißt es in der Presseerklärung von Pro Hungen abschließend.

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