Am kommenden Sonntag

Pogrom-Gedenken am jüdischen Friedhof

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Hungen (pm). Die Hungener Arbeitsgruppe (AG) "Spurensuche" organisiert auch in diesem Jahr eine Veranstaltung zum Gedenken an das Judenpogrom, das in Hungen am 10. November 1938 stattfand. Nazi-Horden zertrümmerten damals systematisch das Innere der Synagoge und jüdische Geschäfte. Die Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, 10. November, um 18.30 Uhr beim Denkmal am jüdischen Friedhof statt. Nach der Begrüßung durch Christoph Fellner von Feldegg (AG "Spurensuche") spricht Bürgermeister Rainer Wengorsch Worte des Gedenkens. Es schließt sich eine szenische Darstellung von Schülern der Gesamtschule Hungen unter der Leitung von Adina Dunkhorst an. Musikalisch gestaltet wird die Gedenkfeier vom Hungener "Projektchor 10. November". Die Teilnehmer an der Gedenkveranstaltung werden gebeten, Kerzen mitzubringen.

Kooperation mit der Gesamtschule

Die Hungener Arbeitsgruppe "Spurensuche" wurde 1988 gegründet. Zunächst setzte sie sich für das Denkmal beim jüdischen Friedhof ein, das 1990 errichtet wurde und auf dem die Namen aller bekannten jüdischen Bürger der Großgemeinde Hungen genannt wurden. Die Arbeitsgruppe organisiert seit 1990 jährlich am Pogromtag in Hungen, dem 10. November, eine Gedenkveranstaltung beim Denkmal am jüdischen Friedhof. In den letzten Jahren gestaltete man diese Veranstaltung gemeinsam mit der Gesamtschule Hungen.

Seit 2009 wird auf Anregung der Gruppe an der Gesamtschule Hungen ein Wahlpflichtunterricht zur jüdischen Geschichte angeboten. Die Arbeitsgruppe "Spurensuche" hat inzwischen auch verschiedene Publikationen herausgegeben. Auf ihre Initiative verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig im Rahmen seines europaweiten Projektes seit 2016 auch in Hungen "Stolpersteine" zum Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes.

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