Pläne für "Naturkindergarten"

Laubach(tb). "Im Hinterkopf", so formuliert es Meike Engeln namens des Elternbeirats des Waldkindergartens Freienseen, habe man schon öfters mit dem Gedanken gespielt. Die Vorgänge im vergangenen Herbst, die Zwangsversetzung einer langjährigen Erzieherin, "seither fehlende Struktur", habe die Unzufriedenheit aber weiter wachsen lassen. Bisher nur als "letzte Möglichkeit" erachtet, würden daher nun die Pläne für eine Trennung vom Oberhessischen Diakoniezentrum Laubach konkret. Wie in der Sozialausschusssitzung Ende Oktober als eventuelle Lösung erwogen, streben die Eltern jetzt die Einrichtung einer Kita in Trägerschaft eines eigenständigen Elternvereins an. Als erster Schritt ist für Montag, 13. Januar, 20 Uhr, in der Grundschule Freienseen die Gründung eines Fördervereins geplant. Der Namen des gemeinnützigen Vereins: "Naturkindergarten Freienseen".

Wie die Elternsprecherin weiter auf GAZ-Anfrage sagte, bestehe die "Keimzelle" der Initiative aus zehn bis fünfzehn Personen. Meist seien dies Eltern der 25 Kinder, die die Waldgruppe besuchen. Bereits seit Monaten habe man sich getroffen, sei bis vor Kurzem gegen eine Trennung vom Diakoniezentrum gewesen. Dessen Leitung habe zuletzt vorgeschlagen, die Waldgruppe nicht mehr der Hausgruppe Freienseen, sondern einer Kita in der Kernstadt zuzuordnen. Damit einhergehende Leitung von außerhalb, verbunden mit weiten Wegen, wenn etwas zu regeln sein sollte, nannte Engeln als ein Argument gegen diese Alternative.

Schließlich: Vor Weihnachten sei vom Diakoniezentrum ein Info-Abend für die Eltern avisiert, bis heute aber kein Termin genannt worden. Dass angekündigte Verstärkung des Personals der Waldgruppe durch Einstellung einer dritten Kraft, neben der Auszubildenden, an der Absage des Bewerbers scheiterte, dafür freilich könne die Geschäftsführung nichts. Aber, so Engeln: "Es fehlt einfach die Struktur."

Eine Wiese als neuen Standort des "Naturkindergartens" haben die Initiatoren in Aussicht, ein detailliertes Konzept soll erst nach Vereinsgründung erarbeitet und mit dem Jugendamt als Genehmigungsbehörde abgestimmt werden. Dass das in Lich erprobte Modell "sehr viel Engagement der Eltern" erfordert, dessen zeigte sich Engeln abschließend bewusst.

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