Parlament verabschiedet Resolution gegen rechts

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Hungen (us). Die Stadtverordnetenversammlung hat das Rechtsrock-Konzert, das in der Nacht zum 1. September auf einem Gartengrundstück in Villingen stattgefunden hat, aufs Schärfste verurteilt. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution fordern alle vier Fraktionen den Magistrat auf, alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um solche Veranstaltungen künftig zu unterbinden. Am 80. Jahrestag des deutschen Angriffs auf Polen hatten sich Neonazis aus ganz Hessen auf einem Privatgrundstück versammelt. "Der sicher nicht zufällig ausgewählte Zeitpunkt zeugt vom zynischen und menschenverachtenden Denken der dort auftretenden Akteure", heißt es in der Begründung. Den rechten Gruppen müsse deutlich gemacht werden, dass sie in Hungen auf entschiedenen Widerstand stoßen. Zudem wolle man den Menschen in Villingen, die diesen Abend mit Besorgnis erleben mussten, beistehen.

Wie Bürgermeister Rainer Wengorsch berichtete, ist die Stadt unmittelbar nach der Veranstaltung von den Landesbehörden kontaktiert worden. Es werde Gespräche mit dem Regierungspräsidium und dem Verfassungsschutz geben. Zudem will Wengorsch den Kontakt zu dem Besitzer des Gartengrundstücks suchen. Es gehe um Prävention, damit sich ein solches Ereignis nicht wiederhole.

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