Die Ortsdurchfahrt in Langd soll im kommenden Jahr erneuert werden. FOTO: KJG
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Die Ortsdurchfahrt in Langd soll im kommenden Jahr erneuert werden. FOTO: KJG

Ortsdurchfahrt wird erneuert

  • vonKarl-Josef Graf
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Hungen(kjg). Mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Langd, der K 187, soll Anfang nächsten Jahres begonnen werden. Das erklärte Thomas Weichmann von der Stadt Hungen am Montag in der Sitzung des Bauausschusses, die von etwa 20 Bürgern mit Interesse verfolgt wurde.

Fördergelder für die Erneuerung seien beantragt. Überlegungen, an den beiden Ortseingängen Fahrbahnteiler einzubauen, um die Geschwindigkeit der einfahrenden Fahrzeuge zu verringern, müsse man leider eine Absage erteilen.

Auf die Frage, wie weit man Einfluss auf die Gestaltung der Straße nehmen könne, antwortete der Ausschussvorsitzende Hartmut Gall, "entweder wir bauen wie bisher oder es wird ein Planfeststellungsverfahren geben", was das Projekt allerdings um etwa ein bis zwei Jahre verzögern würde.

Schäden am Kanal

Man werde dieses Thema nochmals planerisch betrachten, sagte Bürgermeister Rainer Wengorsch, vielleicht lasse sich im Rahmen der Radwegenetzplanung etwas machen.

Für die Straßenbauverwaltung sei zunächst die Leichtigkeit des Verkehrs maßgebend. Auf jeden Fall werde es nach der Sommerpause eine Bürgerversammlung in Langd geben, auf der das Projekt vorgestellt werde und die Bürger Fragen stellen können.

Straßenbeiträge werden die Anlieger keine bezahlen müssen, weil diese in Hungen abgeschafft seien, sagte Wengorsch.

Thomas Weichmann geht von einer Projektsumme von 2,13 Millionen Euro zuzüglich der Umsatzsteuer aus. Davon entfallen eine Million Euro auf Straße und Gehweg, 800 000 auf die Kanalsanierung und 330 000 Euro auf die Wasserleitungen.

Es gebe Schäden am Kanalnetz, außerdem seien die Kanäle zu klein. Das habe die Neuberechnung ergeben. Um Rückstaus zu vermeiden, müsse man dickere Rohre einbauen, mit 70 statt bisher 50, 100 statt 90 Zentimetern Durchmesser, erläuterte Weichmann. Der Bürgermeister sagte zu, planerisch zu prüfen, inwieweit geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen an den beiden Ortseingängen möglich seien. Das Planungsbüro habe zwei Ideen entwickelt, um zu prüfen, wie eine Verlangsamung des Verkehrs durch Einengung erreicht werden könne.

Birgit Reichhardt von der SPD möchte, dass die Ortsdurchfahrt verändert wird. Es gehe nicht an, dass Kinder über diese "Rennstrecke" zu Schule und Kindergarten laufen müssten. "Muss erst etwas passieren, bevor etwas gemacht wird?" Es seien überwiegend auswärtige Fahrer mit FB- und VB-Nummern, die zu schnell unterwegs seien.

Auf Nachfrage informierte Wengorsch darüber, dass Leerrohre mit der Erneuerung verlegt werden, falls die Telekom die Glasfaserkabel nicht recht-zeitig verlegen werde.

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