Ohne Bauplätze blutet Feuerwehr aus

  • VonConstantin Hoppe
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Hungen (con). Fehlende Bauplätze machen der Feuerwehr Obbornhofen zu schaffen. Mit Blick auf die Entwicklung der aktiven Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Obbornhofen gibt es bei Wehrführer Thomas Willa Bedenken: »Aufgrund nicht vorhandener Bauplätze im Ort wandern junge Einsatzkräfte in den vergangenen Jahren häufig in andere Orte ab, obwohl sie gerne in Obbornhofen geblieben wären.

«

Bürgermeister Rainer Wengorsch weiß um das Problem. Er erklärte während der Versammlung, dass Obbornhofen bei der Bauleitplanung im Fokus stehe.

Trotzdem kann die Obbornhofener Wehr aktuell aber noch auf eine sehr gute Besetzung stolz sein: Mit 228 Mitgliedern, von denen 26 aktive Einsatzkräfte sind, ist der Verein gut aufgestellt. Sechs Mitglieder in der Jugend- und zehn in der Kinderfeuerwehr versprechen Gutes für den Nachwuchs - wenn diese Zahlen über das vergangene Jahr auch stark zurückgingen. Der Rückgang der Mitgliederzahlen liegt jedoch eher an der Bereinigung: »So viele aktive Einsatzkräfte hatten wir meiner Meinung nach noch nie«, sagte der Wehrführer.

Zehn Einsätze forderten die Obbornhofener Feuerwehr über das Jahr 2020, darunter ganz besonders die zwölf Atemschutzgeräteträger: Diese waren unter anderem bei den Dachstuhlbränden in Villingen und Bellersheim im Einsatz sowie bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen Bellersheim und Trais-Münzenberg im Juli des vergangenen Jahres.

Daneben stand das vergangene Jahr natürlich ganz unter den Vorzeichen des Corona-Jahres: Keine Vereinsveranstaltungen, Schwierigkeiten bei den Übungen, nur wenige Möglichkeiten für Lehrgänge. Letzteres betonte auch Stadtbrandinspektor Udo Träger: Denn mittlerweile gibt es einen Stau bei den Anmeldungen für Lehrgänge für Feuerwehrmitglieder.

Drei Beförderungen standen an: Marie Jäckel und René Marquardt wurden zur Feuerwehrfrau bzw. zum Feuerwehrmann ernannt. Hannah Sophie Steiner konnte von Stadtbrandinspektor Udo Träger zur Oberfeuerwehrfrau befördert werden.

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