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In Obbornhofen helfen viele mit, damit es während der Corona-Krise nicht zu langweilig wird. FOTO: PM

"Obbornhofen hilft"

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Hungen(pm). Als das Coronavirus immer näher kam, wurden in Obbornhofen Ortsvorsteher Willy Zimmer, Daniel Gal und Marina Winkler-Schmidt aktiv. Sie wollten handeln und helfen und haben deshalb die Initiative "Obbornhofen hilft - Das geht nur auf dem Dorf" ins Leben gerufen. Nun zieht Winkler-Schmidt eine erste Bilanz.

Die Initiatoren haben unter anderem mit weiteren Unterstützern einen Flyer erstellt, in dem man Hilfsangebote anbieten oder suchen kann. Gedacht haben sie dabei an Einkaufshilfen, Fahrservice zur Apotheke oder Kinderbetreuung, wenn jemand zum Arzt muss. Die Initiatoren waren erstaunt, wie viele Rückmeldungen ankamen: Obbornhofen hat 890 Einwohner, von diesen haben sich über 50 Personen und Familien gemeldet. "Das ist einfach nur toll", schreibt Winkler-Schmidt.

Die zweite Aktion hieß dann "Obbornhofen näht für Obbornhofen". Einige freiwillige Näherinnen haben - koordiniert von Ute Schmidt - Behelfsmasken angefertigt, die kostenlos abgegeben werden. Auch hier gab es viele positive Rückmeldungen und einige Materialspenden wie Baumwollstoffe, Gummiband und Garn. Über 50 Masken konnten schon verteilt werden, einige liegen im Dorfladen aus.

Auch die Kinder sollten nicht zu kurz kommen. Marianne Reichhart kümmerte sich um Kinderspiele. So wurde beispielsweise eine Buchstabenjagd angeboten. Hierbei mussten die Kinder im Dorf Buchstaben suchen und ein Lösungswort herausfinden. Für eine Hasenjagd wurden von Bewohnern zehn Hasenbilder in die Fenster gehängt. Die Kinder mussten zählen, wie viele weiße Hasen abgebildet waren. Es gab jeweils Preise für die Teilnehmer.

Außerdem wurde mit Kreide ein Hüpfparcour auf die Straße gemalt. Nicht nur Kinder haben dabei Spaß.

Weil auch die Bücherei schließen musste, wurden zwei Schränke aufgestellt und zu Buchspenden aufgerufen. Schon nach drei Tagen war genug Auswahl vorhanden, sodass der Verleih freigegeben wurde. Ariane Reichert hat die Patenschaft über das Bücherregal übernommen.

Die Initiatoren sind begeistert: "Es ist einfach nur toll zu sehen, wie ein Dorf in dieser schweren Zeit zusammenhält", sagt Winkler-Schmidt, es helfen alle in Obbornhofen mit, jeder setze um, was ihm möglich ist.

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