Zombies stapeln sich bis unter die Decke. FOTOS: PAD
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Zombies stapeln sich bis unter die Decke. FOTOS: PAD

Von "Oarmut" in Inheiden keine Spur

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Hungen(pad). "Woas e Oarmut" heißen traditionell die Karnevalssitzungen in Inheiden. Doch der Name trifft nie zu: Denn was da an Showtanz geboten wird, ist absolut sehenswert.

Die Eröffnung durften die Kleinsten übernehmen: Die Minigarde des SV Inheiden legte dabei schon ein beachtliches Tempo vor. Dabei waren nicht nur die Tanzschritte und -figuren gelungen, sondern auch die Liedauswahl: Den Mädchen war sichtbar anzusehen, dass sie zu den Melodien aus der "Eiskönigin" und "Bibi & Tina" sehr gerne tanzten. Moderator Rici Scherf lobte: "Das war der erste große Auftritt unseres Nachwuchses - und der war echt klasse."

Auch die Inheidener Funkengarde gab Vollgas - so sehr, dass während ihrer Nummer zu Melodien wie "Total eclipse of the heart" gar einer Tänzerin der Schuh davonflog. In die "Zombie Schule" entführten die "Stepping sisters und brothers": In mit Kunstblut befleckten Schulmädchen-Uniformen tanzten sie über die Bühne, bauten Pyramiden bis unters Hallendach.

Bärtige Andrea Berg

Eine besondere Gastgruppe hatte Moderator Rici Scherf aus der Nähe von Stadtallendorf nach Inheiden geholt: Zunächst marschierten die beiden Moderatoren im Stil von Marianne & Michael in den Saal, kündigten eine Volksmusiksendung an. Passend dazu trat der erste Künstler mit Vollplayback auf - und hielt konsequent seine Trompete verkehrt herum. Als dann zur Melodie von "Der König der Löwen" ein wahrer Wonneproppen von ächzenden Tänzern in die Luft gehievt wurde, zwei Tänzer der Waldorfschule Marburg in hautengen Bodys ihren Namen tanzten und sich eine vollbärtige Andrea Berg mit einer nur etwas weiblicheren Helene Fischer ein Gesangsduell lieferte, tobte der Saal. "Die dürfen wieder kommen!", rief ein Besucher den Marburgern zu.

Drei Tarot-Karten - Magier, Herrscherin und Kraft - gliederten den Tanz der "Traaser Töchter" in drei Blöcke. Da wurden Sprünge gezeigt und Pyramiden gebaut, so hoch es die Bühnendecke zuließ. Für weitere Höhepunkte sorgten die Landfrauen mit ihrem Wild-Wild-West-Tanz, die Langsdorfer "Girls go wild", das "Dreckige Dutzend" mit einer Hitparade, die Ohana-Männertanzgruppe sowie die Inheidener "Turnerbixxse".

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