Nonnenroth feiert seinen SV

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Hungen (pad). Die Geschichte eines Sportvereins - man könnte sie zum 50-jährigen Bestehen an einem Rückblick auf sportliche Erfolge festmachen. Doch es würde nicht ausreichen, das zu beschreiben, was die 50-jährige Geschichte des Sportvereins (SV) Nonnenroth wirklich ausmacht: Dieser Verein gehört fest zum Dorfleben, er wird von den Nonnenröthern getragen. Das ist seit der ersten Stunde so, als am 24. Januar 1969 eine Bürgerversammlung einberufen wurde. 89 Nonnenröther kamen, um den Verein direkt zu gründen. Heute zählt der Verein knapp 300 Mitglieder, davon sind über ein Sechstel Kinder. Eine gute Zukunftsperspektive.

Fußballfest noch gut in Erinnerung

Die Vereinsgründer setzten auf die drei Abteilungen Gymnastik, Fußball und Tischtennis, die bis heute existieren. Die Fußballer haben seit Jahrzehnten ihre Heimat hinter dem Dorfgemeinschaftshaus. Früh wurden Partnerschaften mit der Fortuna Ober-Bessingen und dem SV Münster eingegangen. Mittlerweile bildet der SVN eine Spielgemeinschaft mit Villingen und Hungen, auch im Jugendbereich arbeiten die drei Vereine zusammen. Übrigens hatte der SVN eines der ersten Damenfußballteams im Landkreis. Ein Rückgrat des Vereins war stets die Gymnastikabteilung. Sie ist älter als der Verein: Bereits vor 1969 traf sich eine Gruppe Frauen unter Leitung von Anni Merta, um im Dorfgemeinschafthaus Nieder-Bessingen zu trainieren. In Nonnenroth fehlten damals Räumlichkeiten, erst mit dem Umbau der alten Schule zum DGH änderte sich das. Seit 1989 gibt es eine Seniorengymnastikgruppe. Über Jahrzehnte war Gertrud Butteron in der Abteilung federführend.

Die Jüngsten für den SVN begeistern - das gelingt seit 1987 mit der Abteilung Kinderturnen. Der SV Nonnenroth hatte über viele Jahre auch eine erfolgreiche Tanzsparte. Den Auftakt machte die Gruppe "Mijos Monicas". Sie entstand 1997 aus der Idee heraus, bei den Faschingsveranstaltungen des DCC Nonnenroth aufzutreten. Mit den "Power girls", den "Red Butt Chili Peppers" und den "Lollipops" folgten weitere Tanzgruppen nach, die sich jedoch mittlerweile alle aufgelöst haben. Dafür gibt es aber "Dance N’GYM".

Legendär sind die Discoabende, die der SV Nonnenroth in den 1980ern im Rahmen der Kirmes ausrichtete: Thomas Koschwitz legte auf. Noch heute ist Nonnenroth sein Lieblingsort, sagte er vor kurzem in einem Interview: "Am Anfang kamen 1500, später dreimal so viele Leute wie Hungen Einwohner hat". Während die Kirmes längst Geschichte ist, hat das Interesse der Nonnenröther an ihrem SV nicht nachgelassen. Bei Heimspielen der Spielgemeinschaft mit Hungen und Villingen auf dem Nonnenröther Sportplatz ist publikumstechnisch immer was los. Als Eintracht Frankfurt 2014 zum Freundschaftsspiel gegen Nonnenroth antrat, war das ein Fußballfest. Da will man fast verschweigen, dass dieses im Stadion in Hungen stattfinden musste, da der Nonnenröther Sportplatz dafür zu klein gewesen wäre.

Für einen Besucheransturm wappnet sich der Sportverein am Wochenende, wenn am Freitag (23. 8.) die Dorfrocker und Mickie Krause auf der Bühne stehen und am Samstag (24. 8.) das große "Amigosfest" steigt. Die Freiwillige Feuerwehr richtet am Sonntag (25. 8.) im Festzelt den Kreisfeuerwehrtag aus. Um 13 Uhr findet die Kundgebung statt, im Anschluss zieht ein Festzug durch das Dorf.

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