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Das "Lädchen" stellt die Nahversorgung im Hungener Stadtteil Villingen sicher. Dafür gibt es Lob von Hessens Finanzstaatssekretär Martins Worms (4. v. r.). FOTO:: PM

Nachahmer willkommen

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Hungen(pm). Der Hessische Demografie-Preis wird zehn Jahre alt. Aus diesem Anlass besuchen Vertreter der Hessischen Landesregierung nun Preisträger der vergangenen Jahre. Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms informierte sich über das "tegut. Lädchen" in Villingen, das 2016 mit dem 2. Preis ausgezeichnet wurde.

Worms lobte das Engagement der am Projekt Beteiligten in Villingen: "Vom demografischen Wandel ist oft nur in negativen Zusammenhängen die Rede. Aber es geht auch anders: Sie zeigen hier in Villingen ganz konkret, wie man ihn als Chance nutzen und sinnvoll gestalten kann." Alle ausgezeichneten Projekte verbinde, dass sie die Lebensqualität in den Kommunen nachhaltig verbessert hätten, so Worms weiter. Die Landesregierung unterstütze solche Projekte u. a. mit dem Demografie-Preis, der zum Nachahmen anregen solle.

Kurze Einkaufswege

Mit dem Projekt "Lädchen" unterstützt das Unternehmen Tegut Kommunen im ländlichen Raum dabei, die Nahversorgung für die Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Durch die Kooperation mit sozialen Trägern bieten die Lädchen darüber hinaus Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort für Menschen mit Handicap. Der Markt in Villingen wird etwa durch die Schottener sozialen Dienste mit ihrem Integrationsbetrieb "Nick" betrieben.

Ein weiterer Vorteil dieses Projekts ist die Aufnahme von regionalen Produkten ins Warensortiment: Kurze Transportwege und die Stärkung lokaler Lebensmittelproduzenten tragen zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise bei. Nach Auffassung des Finanzstaatssekretärs sind diese Dorfläden die zeitgemäßen Nachfolger der früheren "Tante-Emma-Läden": Sie sorgten für kurze Einkaufswege und seien ein guter Ansatz, um Ortskerne im ländlichen Raum lebendig zu halten.

Lob gab es auch von Bürgermeister Rainer Wengorsch: "Der Dorfladen ist dank dem großen bürgerschaftlichen Engagement nun seit fünf Jahren ein sozialer Treffpunkt und ein wichtiger Baustein zum Weiterbestehen einer lebendigen und zukunftsfähigen Dorfgemeinschaft, die keinen Menschen zurücklässt".

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