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Michael Diehl hat bei einer rockigen Nummer schon einmal eine Gitarre versehentlich zerstört.

Musik wie ein frisch gebrühter Kaffee

  • VonConstantin Hoppe
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Hungen (con). Nah, persönlich und mit viel Gefühl für sein Instrument - so präsentierte sich am Samstagabend Gitarrist Michael Diehl im Hof des Hungener Schlosses mit seinem »Zehn-Finger-Orchester«. Der vom Genre des »Fingerstyles« geprägte Musiker präsentierte feinsinnige Fingerstyle-Instrumentals, technisch versiert und melodisch elegant.

Inspiriert durch Gitarristen wie Tuck Andress, Tommy Emmanuel, Eric Roche, Rick Ruskin, Adam Rafferty, Peter Finger, Don Ross, Preston Reed und Jake Reichbart arbeitete er seit 2012 an drei Solo-Alben, war aber auch in Musicals und Bandformationen zu finden.

Diehl spielt überwiegend selbstgeschriebene Songs - dabei fällt sein klarer und sauberer Sound auf, der schnell mitreißen kann. Zudem lässt sich bei ihm leicht entdecken, was die Besonderheit des Fingerstyles ist: Diehl groovt sanft dahin, wobei sich auch immer einige schnellere Stücke in seinem musikalischen Repertoire finden lassen.

Mit »A brewing for breakfast« versuchte er beispielsweise, »den Duft frisch gekochten Kaffees hörbar zu machen«, wie er seinem Publikum erklärt. Bei »Break up« kracht er dann deutlich lauter und schneller ins Haus: Dabei geht es bei ihm um Trennung, Wut und Selbstfindung. »Das schnellste Stück« in seiner Liedliste, wie er berichtet - extra dafür hat er sich eine Gitarre anfertigen lassen, weil er bereits einmal ein Musikinstrument bei dem rockigen Titel versehentlich zerstört hat.

Der Abend im Schloss glitt entspannt dahin. Für den zweiten Teil kam dann auch seine Partnerin Florezelle Amend als »Special Guest« mit auf die kleine Bühne.

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