»Mitmenschlichkeit bewahren«

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Hungen (pm). Die SPD in Hungen hat ihr Wahlprogramm vorgelegt. Es zeige die SPD als Partei des solidarischen Miteinanders und der gerechten Teilhabe am Gemeinwesen, sagt der Vorsitzende Christoph Fellner von Feldegg. Vor dem Hintergrund der Pandemie sei das Programm besonders darauf ausgerichtet, bewährte Elemente guter Nachbarschaft mit zukunftsfähigen Entwicklungen vor Ort als Teil der globalisierten Welt zu verbinden.

In diesem Sinne laute das Motto des SPD-Programms »Mitmenschlichkeit bewahren - Erde beschützen«.

Das Coronavirus habe gelehrt, dass kein Ort der Welt fern genug sei, als dass auftretende Probleme nicht auch die eigene Heimat erreichen könnten. In Zeiten pandemiebedingter Einschränkungen komme es darauf an, dass im Gemeinwesen niemand aus dem Blick gerate. Gerade das Thema Alterseinsamkeit mache ihm derzeit große Sorgen, so Fellner von Feldegg. Ein Vorhaben der Hungener SPD bestehe aus diesem Grund in der Prüfung der Einrichtung eines Gemeindeschwesternprojekts auf Vereinsbasis nach dem Vorbild der Nachbarkommune Lich. Ein solches könne einerseits die solide ärztliche Versorgung in Hungen entlasten, andererseits ehrenamtlich tätige Besuchsdienste sozial segensreich ergänzen.

Weiterhin will sich die SPD dafür einsetzen, dass gute nachbarschaftliche Verbindungen und Hilfeleistungen durch den Einsatz von derzeit pilothaft im Kreisgebiet erprobten Dorf-Apps unterstützt werden, und zwar für alle leicht nutzbar und als Impulshilfen für daraus entstehenden persönlichen Kontakt.

Bürgerprojekte ermöglichen

Zum gesellschaftlichen Zusammenhalt gehöre auch eine verbesserte Bürgerinformation und Beteiligung. Es gehe darum, dass die Stadt auf Anliegen aus der Bürgerschaft schneller als bisher reagiere und darüber hinaus Möglichkeiten direkter Beteiligungen geschaffen würden. Beispielhaft hierfür will die SPD eigenverantwortete Bürgerprojekte wie Baumpflanzaktionen, Spielplatzgestaltungen oder kulturelle Aktivitäten ermöglichen und dafür ein Budget von 50 000 Euro im Stadthaushalt bereitstellen.

Ortsbeiräte sollten »nicht länger wie lästige Bittsteller agieren« müssen, sondern mit eigenen Befugnissen und festem Budget ausgestattet werden.

Für junge Menschen in Hungen soll nach dem Willen der SPD eine frühe und bessere Beteiligung am Gemeinwesen möglich gemacht werden. Dafür soll die ehrenamtliche Funktion eines »Kinderbürgermeisters« nach dem Vorbild anderer Kommunen auch in Hungen als Anlaufstelle für Kinder etabliert werden. Im Interesse der Jugendlichen will die SPD gemeinsam mit diesen prüfen, welche zeitgemäßen Beteiligungsformen aus den Erfahrungen mit dem früheren Kinder- und Jugendparlament sowie aus den vorhandenen Strukturen des Jugendzentrums und der Jugendräume in den weiteren Ortschaften entwickelt werden können.

Schließlich fordert die SPD, dass unabhängig von ihrer Herkunft, sozialen und wirtschaftlichen Lage oder einer möglichen Behinderung alle in Hungen lebenden Menschen eine gute und barrierefreie Chance zur Teilhabe am Gemeinwesen erfahren.

Das ausführliche Wahlprogramm sowie das dazugehörige kommunalpolitische Leitbild für Hungen (»Ei häwwe driem«) stehen auf der Homepage www.spdhungen.de.

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