"Meinradspiel" im Schloss

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Hungen (pm). Die Schweizer feiern nun das 500. Jubiläum der Reformation. Zu diesem Anlass hat die Theatergruppe des Instituts für Germanistik der Justus-Liebig Universität ein Stück unter dem Titel "Das Meinradspiel - Zwischen Teufeln und Mördern" einstudiert. Es wird am Freitag, 19. Juli, um 18 Uhr im Schloss Hungen aufgeführt. Der Eintritt ist frei.

Bei dem Stück handelt es sich um eines der frühesten gegenreformatorischen Stücke der Schweiz auf: Felix Büchser hat es 1576 verfasst. Es war eigentlich mit großem Aufwand für eine Simultanbühne, mit vielen Tieren, hoher Zahl von Darstellern und als zweitägiges Stück konzipiert.

Zur Handlung: All die asketische Frömmelei sei doch nur "Beschiss und Betrug", um Wallfahrer anzulocken und ihnen das mühsam ersparte Geld aus der Tasche zu locken, meinen die Räuber Richard und Peter. Sie überfallen den Heiligen Meinrad. Als er nicht verrät, wo er seine angeblichen Schätze versteckt hat, erschlagen sie ihn.

Insgesamt zwölf Studierende der Justus-Liebig-Universität unter Anleitung der Germanistikprofessorin Cora Dietl präsentieren die Kernszenen des "Meinradspiels" und experimentieren damit, wie die Aussage des Spiels auch mit bescheidenen Mitteln und auf einfacher Bühne eindrücklich umgesetzt werden kann.

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