Am Freitagabend tummeln sich viele Besucher am Inheidener Seeufer. Der Mindestabstand wurde dabei von den Gästen in der Regel eingehalten. Jedoch drohen am Hitzewochenende deutlich höhere Besucherzahlen als zu diesem Zeitpunkt. FOTO: PAD
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Am Freitagabend tummeln sich viele Besucher am Inheidener Seeufer. Der Mindestabstand wurde dabei von den Gästen in der Regel eingehalten. Jedoch drohen am Hitzewochenende deutlich höhere Besucherzahlen als zu diesem Zeitpunkt. FOTO: PAD

Massenansturm auf Inheidener See - Zugänge seit 12.15 Uhr gesperrt

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Bereits um 12.15 Uhr am Samstagmittag war die maximale Besucherzahl am Inheideneer/Trais-Horloffer See erreicht, musste der Sicherheitsdienst neue Badegäste abweisen.

Es war angesichts der hohen Temperaturen zu befürchten, bereits am Samstagmittag um 12.15 Uhr war es dann soweit: Der Zugang zum Inheidener/Trais-Horloffer See wurde gesperrt. Die unter Covid-19-Bedingungen mägliche maximale Besucherzahl von rund 2000 Gästen war zu diesem Zeitpunkt bereits erreicht.

In den vergangenen Wochen war der Besucherandrang auf den Inheidener See/Trais-Horloffer See immer größer geworden. Nun zum Rekordhitzewochenende zog die Stadt Hungen die Reißleine: Am Freitag kündigte sie an, Zugangskontrollen am See vorzunehmen. "Die Liegewiese war vor allem nachmittags überfüllt, so dass die Abstandsregelung nicht mehr einzuhalten war", begründete die Stadt diesen Schritt.

Bei einem Besuch am Freitagabend zeigte sich: Die Besucher waren vernünftigt und hielten sich an die Abstandsregeln. Zwischen den Handtüchern und Picknickdecken der verschiedenen Grüppchen waren stets mindestens zwei Meter, auch im Wasser wurde die Distanz eingehalten, ebenso in der Toilettenschlange. Zu diesem Zeitpunkt dürften schätzungsweise rund 1500 Besucher am See gewesen sein - und die Liegewiesen auf Inheidener als auch Trais-Horloffer Seite waren fast komplett ausgelastet. Bei mehr als 2000 Besuchern wäre der Sicherheitsabstand nicht mehr einzuhalten.

Stadt hofft auf Verständnis

Auch die Parkplätze waren am Freitagabend komplett belegt. Den Autokennzeichen nach zu urteilen stammten ein Großteil der Besucher aus dem Landkreis Gießen und dem Wetteraukreis, aber auch viele Frankfurter waren an den See gekommen.

Seit Samstagmorgen kontrollierten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, unterstützt von der Polizei und einem Sicherheitsdienst, die Besucherströme zum See. Bereits um 12.15 Uhr war es soweit: Die maximale Besucherzahl war erreicht, weitere Badegäste wurden abgewiesen.

"Es herrscht momentan massenhafter Andrang", bestätigte Hungens Bürgermeister Rainer Wengorsch am Samstagnachmittag. Er äußerte die Hoffnung, dass die abgewiesenen Besucher Verständnis für die derzeitige Situation zeigen. "Ich hoffe, dass die Lage nicht eskalliert. Aber ich bin guter Dinge und setze auf die Vernunft der Menschen."

Vermutlich dürfte am Sonntag der Besucherandrang auch so groß werden, dass die Zugänge zum See erneut gesperrt werden müssen.

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