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Hungen (pm). Die Bürgerliste Pro Hungen hat ihre erste Online-Veranstaltung zum Thema »Steuersätze, Haushalt und Schulden« angeboten. Ein Thema dabei war die ursprünglich nur für das Jahr 2020 beschlossene Erhöhung der Grundsteuer auf 470 Prozent, die seitens der Stadt auch ohne gültige Haushaltssatzung bei den im Januar verschickten Beitragsbescheiden für 2021 zugrunde gelegt worden ist.

Wieso, weshalb, warum - und was man dagegen als Grundstückseigentümer unternehmen kann, damit beschäftigten sich der Spitzenkandidat der Bürgerliste Fabian Kraft und Rechtsanwältin Gabriele Schmied vom Verein Pro Hungen.

Teilnehmer konnten ohne Anmeldung via YouTube die Diskussion verfolgen, andere meldeten sich bereits nach wenigen Minuten mit Kommentaren und Fragen zu Wort, berichtet Kraft. Die Veranstaltung litt allerdings unter dem Hochwasser, sowohl bei der Vorbereitung im Vorfeld als auch während der »Ausstrahlung«, weil viele mit Hochwasserfolgen zu kämpfen und somit andere Sorgen hatten. Umso erfreulicher für die Veranstalter, dass das Video im Nachgang bereits über 1200 mal bei Facebook aufgerufen wurde, so Kraft.

Freitag nächster Teil

Die rund 80-minütige Videoaufzeichnung ist über www.pro-hungen.de verlinkt, ebenso kann dort ein Muster-Widerspruchsformular heruntergeladen werden, um gegen »die versteckte Steuererhöhung« zu protestieren. Kosten würden für den Widerspruch nicht anfallen, wie die Stadt Hungen auf Nachfrage erklärt habe, schreibt der Spitzenkandidat. Bis zum 15. Februar hätten Grundstückseigentümer nun Zeit, »um ihrem Unmut Luft zu machen«.

Auch die nächste Veranstaltung am Freitag, 5. Februar, ab 19 Uhr wurde bereits mit einem Video angekündigt. Das Thema lautet »Logistikpark vs. Lebensqualität«. Pro Hungen kritisierte bereits den aktuellen Bebauungsplan zum Gewerbegebiet Hungen-Süd in Inheiden und die laufenden Verhandlungen mit einem Großlogistiker. Neben einer Entwertung des Naherholungsgebietes durch Gebäudehöhen von 15 bis 20 Metern rund um den Inheidener See und zunehmenden Lkw-Verkehr war auch die mögliche Versiegelung von über 188 000 Quadratmetern ein Kritikpunkt. Im Hinblick auf die Niederschlagsmenge der vergangenen Woche hätte dies über acht Millionen Liter Regenwasser bedeutet, das nicht versickert wäre, sagt Kraft.

Spätestens jetzt sei vielen Bürgern klar, »dass auch trockene Füße und Keller zur Lebensqualität dazu gehören«. Vor diesem Hintergrund sollten die Bebauungspläne kritisch hinterfragt werden, wozu Pro Hungen mit dem Spitzenkandidaten für den Ortsbeirat Inheiden, Rechtsanwalt Uwe Geyer, live auf Facebook, YouTube und Twitch einlädt. Fragen und Anregungen können auch vorab per E-Mail an info@pro-hungen.de gesendet werden.

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