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Klaus Vornam ist letztlich zufrieden mit der Apfelernte.

Landschaftspflegeverein in Inheiden testet Bi-Bäume

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Hungen (pad). Rote leckere Früchte in gelb, orange und rot - das Apfelfest des Vereins für Garten- und Landschaftspflege in Inheiden machte seinem Namen alle Ehre.

Ein Hingucker waren die Bi-Bäume. Dabei handelt es sich nicht um eine eigene Apfelsorte, sondern um eine besondere Zuchtform. Statt einem Stamm haben Bi-Bäume ab der Veredelungsstelle zwei Stämme. "Das ist platzsparender", erklärte Klaus Vornam vom VGL. Seit vielen Jahren sind Bi-Bäume schon in Südtirol im Einsatz. Der Verein möchte nun testen, wie die Bi-Bäume mit mittelhessischen Böden und dem Klima zurechtkommen und ob sie anfällig für Krankheiten, Schädlinge und Pilze sind. Die ersten Exemplare der Sorte Fuji sind bereits angegangen.

Mit viel Fachwissen und einem reichhaltigen Erfahrungsschatz führte Fachwart Robert Stelz Besucher durch die Anlage, erklärte Schnitttechniken und die Baumpflege. Einige Meter weiter wurde aus den ersten Äpfeln frischer Most gekeltert.

Die Ernte auf der Obstanlage sei, bedingt durch Spätfröste, im Schnitt 30 Prozent geringer im Vergleich zu einem durchschnittlichen Jahr, erklärte Vornam. Aufgrund der Sommerhitze habe so mancher Apfel zudem Sonnenbrand. "Aber wir sind noch recht zufrieden, es hängt überall was dran." Rund 1600 Bäume stehen auf der Anlage, sie werden mit einem speziellen System bewässert. Einige der Bäume werden bereits von der Jugendgruppe des Vereins gepflegt.

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