Bürgermeistertrick

SPD kritisiert Scheinkandidatur Wengorschs

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Hungen(pm). Die Hungener SPD kritisiert, dass Bürgermeister Rainer Wengorsch auf dem ersten Platz der Liste der Freien Wähler für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung kandidiert. Das Problem: Das Amt als Stadtverordneter kann Wengorsch nur annehmen, wenn er als Bürgermeister zurücktritt.

"Dies ist eine Scheinkandidatur, denn der direkt gewählte Bürgermeister wird diese Wahl nicht annehmen, es sei denn, er wäre amtsmüde", sagt SPD-Vorsitzender Fellner von Feldegg. Er gibt zu, dass bei der vergangenen Kommunalwahl auch in einigen Städten und Gemeinden SPD-Bürgermeister zu diesem Trick gegriffen haben. "Dies sollte aber bei redlichem Demokratieverständnis inzwischen der Vergangenheit angehören, da Wähler dabei über die Ernsthaftigkeit einer solchen Kandidatur getäuscht werden."

Zwar habe man Verständnis, dass sich Wengorsch für seine "politische Heimat" engagiere. Jedoch verfälsche solch eine Kandidatur den Wählerwillen. Das wiege umso schwerer, als sich Bürgermeister Wengorsch persönlich erkennbar bemühe, mit allen Fraktionen im Stadtparlament zusammen zu arbeiten. Der SPD-Vorsitzende: "Mit seiner Kandidatur auf Platz 1 der Freien Wähler tut Wengorsch seiner Glaubwürdigkeit keinen Gefallen."

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