Bislang ist auf dem Trais-Horloffer Kreuz nur ein provisorischer Kreisverkehr eingerichtet. FOTO: PAD
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Bislang ist auf dem Trais-Horloffer Kreuz nur ein provisorischer Kreisverkehr eingerichtet. FOTO: PAD

Trais-Horloffer Kreuz

Kreisel soll auch vor Schlammlawinen schützen

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Der provisorische Kreisverkehr bei Trais-Horloff hat sich bewährt: die Unfallzahlen sind deutlich zurückgegangen. Ein endgültiger Ausbau ist für das kommende Jahr anvisiert.

"Nichts hält so gut wie ein Provisorium" - dieses Sprichwort scheint auch bei dem Kreisel auf der B 489 zuzutreffen. Ein endgültiger Ausbau wurde bereits mehrfach verschoben, ist nun für 2021 angesetzt.

Diese Verschiebung könnte jedoch einen Vorteil für Trais-Horloff haben. Beim Unwetter im Mai 2018 schossen Flutwellen und Schlammlawinen von den Hügeln über die Bundesstraße und den Kreisverkehr hinab nach Trais-Horloff. Damals liefen zahlreiche Keller voll.

Größere Kanaldurchlässe

Bürgermeister Rainer Wengorsch sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass nach dem Unwetter Gespräche zum Thema Feldentwässerung mit der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil stattfanden. Diese führten zu dem Ergebnis, dass beim Kreiselausbau größere Kanaldurchlässe und Regeneinläufe eingerichtet werden sollen. Damit soll das Risiko von Schlammlawinen für Trais-Horloff deutlich gesenkt werden.

Grund für die jüngste Verschiebung der Baumaßnahme sind übrigens Probleme mit der Umleitungsstrecke. Wie Hessen Mobil auf Anfrage mitteilte, sollte nach ursprünglicher Planung während der Bauzeit der Linien- und Schulbusverkehr über Wirtschaftswege und das Baufeld selbst rollen. Die Wirtschaftswege sollten dafür ertüchtigt werden.

Busse bereiten Probleme

Im Laufe der Bauvorbereitung habe sich jedoch gezeigt, dass "eine solche Durchfahrung im Baufeld" sich als "äußerst ungünstig" herausstellte. Daher begann die Suche nach anderen Umfahrungsmöglichkeiten für den Busverkehr. Diese dauert derzeit noch an. Darum habe Hessen Mobil den geplanten Baubeginn von 2020 auf 2021 geschoben, schreibt die Pressestelle.

Für eine Umfahrung müsse zudem Baurecht geschaffen werden. Derzeit würden die dafür erforderlichen Unterlagen erstellt. Unter anderem sind dazu Abstimmungen mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem ÖPNV, der Stadt und betroffenen Versorgungsträgern notwendig.

"Sobald die Zustimmung aller Beteiligten vorliegt, erfolgt eine Änderungsentscheidung zum vorhanden Baurecht", schreibt die Straßenverkehrsbehörde abschließend. Derzeit bestehe die Hoffnung, dass diese Entscheidung bis Ende des Jahres vorliegt, sodass der Kreiselbau dann im Jahr 2021 beginnen kann.

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