Ein generationenübergreifendes Projekt: Kurz nach dem Aussäen wird fleißig gegossen.
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Ein generationenübergreifendes Projekt: Kurz nach dem Aussäen wird fleißig gegossen.

Kornblume und Co. trotzen der Trockenheit

  • vonred Redaktion
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Hungen(pm). Während Äcker und Gärten unter der Trockenheit leiden, haben Wildblumen damit meist weniger Probleme. Das zeigt sich auch im Rahmen der Aktion "Hungen wird bunt". Teils noch im Hochsommer ausgesäte Samenmischungen auf ausgesuchten Flächen im Stadtgebiet sind überwiegend gut aufgegangen. Zum Teil entwickelten sich Flächen, die sich selbst überlassen waren, fast so gut wie Flächen mit intensiver Bewässerung und Pflege.

Schöne Beispiele für eine gelungene Blühwiese sind die Patenflächen im Kindergarten Obbornhofen und im Bürgerpark. Aber auch die städtischen Flächen ohne Bewässerung, etwa am Bahnübergang, sind erblüht. Mohn, Kornblume und Kornrade, Ringelblumen oder Kamille sind dort zu finden, die von vielen Insekten angeflogen werden. Manche Arten kommen erst im zweiten Jahr oder entwickeln sich im späteren Jahresverlauf.

Insgesamt wurden im Rahmen der Aktion etwa 2000 Quadratmeter Blühfläche angelegt. Eine große Fläche davon auch am Vereinsheim des MSC Horlofftal, der sich intensiv um seine Blühwiese gekümmert hat und dem Naturschutz hiermit eine große Fläche zur Verfügung gestellt hat (die GAZ berichtete). Auf dieser exponierten Fläche hat sich allerdings gezeigt, dass die Natur solche Flächen auch gerne selbst in Besitz nimmt. Aber auch die vielen Disteln sind wichtige Nahrungslieferanten für Schmetterlinge und andere Insekten. Die Erfahrungen der ersten Flächen sollen nun auf weitere Flächen und Teilnehmer übertragen werden. So haben sich einige Teilnehmer im Frühjahr entschieden, erst im Herbst auszusähen, mit der Hoffnung, dass die Trockenperiode bis dahin überstanden ist.

Bürgermeister Rainer Wengorsch dankte nun den Teilnehmern, darunter der Obst und Gartenbauverein (OGV) Inheiden, der Kiga Obbornhofen, der MSC Horlofftal, der OGV Steinheim, der TSV Hungen und die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen für ihr Engagement für den Naturschutz.

Bei der Flächenbegutachtung und - auswahl wurde die Stadt von Stephan Kannwischer (NABU Horlofftal) fachlich unterstützt. Für die Aktion wird regionales Saatgut verwendet.

Interessierte, die eine Patenschaft für eine städtische Blühwiese übernehmen möchten oder einen Flächenvorschlag einreichen möchten, können sich bei A. Ploenes unter aploenes@hungen.deoder Tel. 0 64 02/85 23 melden. FOTO: PM

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