Konzert mit Überraschungseffekt

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Ist es nicht gemein, was Menschen mit einer Sardine machen? Sie schneiden ihr Kopf und Schwanz ab, filetieren und packen sie in eine kleine Blechbüchse. Dabei wäre sie doch viel lieber in ihrem Paradies, dem Meer und würde durch das Wasser schwimmen. "Sardines à la Huile" – ein wenig humorvoll, etwas ironisch, manchmal zart oder ganz trotzig waren die Lieder, die das Duo Pasdici am Mittwoch im Kulturzentrum im Rahmen der Europawoche und in der Reihe "Hungen liest" präsentierte.

Ist es nicht gemein, was Menschen mit einer Sardine machen? Sie schneiden ihr Kopf und Schwanz ab, filetieren und packen sie in eine kleine Blechbüchse. Dabei wäre sie doch viel lieber in ihrem Paradies, dem Meer und würde durch das Wasser schwimmen. "Sardines à la Huile" – ein wenig humorvoll, etwas ironisch, manchmal zart oder ganz trotzig waren die Lieder, die das Duo Pasdici am Mittwoch im Kulturzentrum im Rahmen der Europawoche und in der Reihe "Hungen liest" präsentierte.

Es ist der Chanson Française, den sich die Schweizerin Regula Born (Gesang) und der gebürtige Gießener Andreas Ortwein (Piano) auf die Fahne geschrieben haben. Die Musik des Duos schreibt Oliver Leist auf der Grundlage französischer Texte. Darin geht es um die Natur, das Leben und die Liebe – Regula Born singt ein wenig lustig, aber doch ganz ernst auf Deutsch über die Beziehung von Frau und Mann und das Scheitern einer Ehe. Sie versteht sich aber auch darauf, sich in einem anderen Stück in sie hineinzuversetzen – etwa in einem Dialog zwischen einem Menschenfresser ("L’Ogre") und einer Fee. Die Sängerin kommt aus Solothurn – einer Stadt die als schönste Barockstadt der Schweiz gilt. Sie sei aber auch bekannt dafür, dass die Bewohner ein halbes Jahr unter dem Nebel versänken ("Le Brouillard il me confle"). In einem anderen Stück verfolgen die Zuhörer, wie eine junge Frau nach einem Lied der französischen Sängerin Karimouche voller Erwartungen nach Paris kommt und ihren "Firmin" sucht.

Die Zuschauer dankten dem Duo Pasdici bei seinem ersten Konzert in Deutschland mit reichlich Applaus. Die Eltern von Pianist Andreas Ortwein konnten sich auch noch über einen Blumenstrauß freuen – sie feierten an diesem Tag eiserne Hochzeit.

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