Kontinuität bei Modernisierungen zahlt sich aus

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Hungen (kjg). Zur Mitgliederversammlung hatte die Wohnungsbaugenossenschaft Horlofftal eG am Mittwoch ins Stadthallen-Restaurant eingeladen. Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dirk Engelhardt warb in seinem Bericht unter dem Slogan "Sicher wohnen mit bezahlbaren Mieten" für die Hungener Wohnbau. Er sprach sich gegen staatliche Überregulierung, Mietpreisdeckelung und eine Grundsteuerreform aus, die künftig in jedem der 16 Bundesländer anders aussehen werde. Durch die Senkung des Energieverbrauches und den sinkenden CO2-Wert in den Wohnungen der Hungener Wohnungsbaugesellschaft werde "den Menschen mehr geholfen als durch populistische Maßnahmen". Es sei unverständlich, dass die Lagerung des Erdaushubs bei Neubauten sehr teuer sei und der Aushub sogar von Hessen in andere Bundesländer gefahren werde.

Im Bestand der Wohnungsbaugenossenschaft Horlofftal befinden sich in Hungen, Pohlheim, Schotten und Langsdorf insgesamt 508 Wohnungen in 54 Mehrfamilienhäusern. Dazu gehören 228 Stellplätze, 109 Garagen und sechs Carports sowie drei gewerblich genutzte Einheiten.

Grundmiete moderat erhöht

218 Wohneinheiten, also 42,9 Prozent des Bestandes, sind öffentlich gefördert und unterliegen der Mietpreisbindung. Das sei ein sehr hoher Anteil sozialgebundener Wohnungen; darauf sei die Genossenschaft stolz, erklärte Vorstand Volker Frutig. Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung seien dank des moderaten Anstieges der Grundmieten um 86 000 Euro auf 2 874 00 Euro gestiegen. Die Miete sei von 4,78 auf 4,95 Euro je Quadratmeter gestiegen. Die "reine durchschnittliche Kaltmiete" betrage 4,69 Euro/m², bei mietpreisgebundenen Wohnungen liege sie bei 4,60 Euro/m². Im freien Wohnungsbestand liege die durchschnittliche Kaltmiete bei 4,76 Euro/m² bei einer Mietspanne von 3,25 bis 8,50 Euro/m². Frutig unterstrich: "Die Wohnungsbaugenossenschaft ist kein Miethai und kommt auch ohne Staatsregulierungswut ihrer Verantwortung nach."

Durch eine geringere Anzahl an Wohnungswechseln seien die Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung um 250 000 Euro gesunken. Die Betriebskosten (Öl, Gas, Strom, Heizung) seien um 2,4 Prozent angestiegen und betragen im Schnitt 1,94 Euro/m². Damit liege die Genossenschaft noch unter dem Branchendurchschnitt, der laut Mieterbund auf der Basis 2016 bei 2,19 Euro/m² liegt.

"Durch die kontinuierliche Modernisierung der Gebäude konnten die Nebenkosten der Genossenschaft seit mehreren Jahren niedrig gehalten werden. Neben der energetischen Modernisierung trägt der Bau von Heiz- bzw. Blockheizkraftwerken dazu bei, die Betriebskosten zu senken bzw. stabil zu halten und die Energiebilanz der Häuser zu verbessern", erklärte Frutig mit Blick auf die vergleichsweise günstigen Betriebskosten.

Der Jahresüberschuss hat bei einer Bilanzsumme von knapp 20 Millionen Euro exakt 292 795,12 Euro betragen, davon sind entsprechend eines Vorstandsbeschlusses rund 260 000 Euro in die Rücklagen geflossen, sodass der verbleibende Bilanzgewinn insgesamt 32 795,12 Euro beträgt. Dieser Betrag soll nach Angaben von Frutig in die Bauerneuerungsrücklage fließen - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Mitglieder.

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