»Kein festes Bündnis«

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Hungen (pm). In einer digitalen Zusammenkunft hat sich die neue SPD-Fraktion für das Hungener Stadtparlament konstituiert. Das Ergebnis: Der bisherige Vorsitzende Christoph Fellner von Feldegg führt auch künftig die Genossen an. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Gudrun Rahn und Werner Leipold benannt, Fraktionsgeschäftsführerin ist Maraike Weber.

Weitere Fraktionsmitglieder sind Anja Schwab, Achim Müller und Heiko Sawitzky. Für den Magistrat kandidieren Wolfgang Becker und Lothar Zinsheimer.

Neben personellen Entscheidungen ging es aber auch um inhaltliche Dinge. Die SPD-Spitze hatte jüngst mit allen in der zukünftigen Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen Gespräche zu Perspektiven in der Zusammenarbeit geführt, heißt es in einer Pressemitteilung. Man habe nun entschieden, »kein festes Bündnis einzugehen«. In der kommunalpolitischen Arbeit werde sich die SPD konstruktiv und offen um vernünftige Lösungen bemühen und »dabei Mehrheiten mit den Fraktionen bilden, die ihre Überzeugungen in der Sache teilen«. Dies würde am besten dem Wählerwillen entsprechen, der keine Fraktion oder ein Bündnis mit einer Mehrheit ausgestattet hat.

Mehr sachorientierte Zusammenarbeit

Bei der Kommunalwahl am 14. März erhielt die SPD lediglich 19,5 Prozent der Stimmen, ist somit nur noch drittstärkste Kraft - hinter den Freien Wählern und der CDU. Die erstmals angetretene Liste »Pro Hungen« landete mit 17,6 Prozent nur knapp hinter den Genossen.

Die SPD verstehe den Ausgang der Wahl als eine Forderung »nach mehr sachorientierter und parteiübergreifender Zusammenarbeit über bisherige traditionelle Grenzen hinweg«. Zugleich interpretieren die Genossen das Wahlergebnis als Wunsch nach mehr Sichtbarkeit und Kommunikation der politischen Vorgänge. Dies, so schreibt die SPD, sei auch eine wichtige Forderung in ihrem Wahlprogramm.

Für die bisher mit klaren Mehrheiten vertrauten politischen Kräfte sei die neue Lage zwar weniger komfortabel und verlange einen kompetenten Umgang mit der gestiegenen Komplexität. Das Parlamentsgeschäft werde aber vermutlich auch lebendiger und spannender werden, erklärte Fellner von Feldegg.

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