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Runde Formen zeichnen das Werk von Ulrich Hain aus.

Immer in Bewegung

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Hungen (con). Runde Formen, überzeichnete Proportionen und immer in Bewegung. Um die Keramikfiguren von Ulrich Hain richtig zu erfahren, muss man ganz nah an die jeweiligen Ausstellungsstücke herangehen. Denn zahlreiche Details lassen sich nur aus der Nähe erkennen. Damit schafft Hain eine Nähe, die keineswegs selbstverständlich ist: "Bei großen Gemälden muss man immer einen Schritt zurück machen, um sie in Gänze zu betrachten - bei den Figuren von Ulrich Hain dagegen muss man einen Schritt auf das Ausstellungsobjekt zugehen", erklärte am Freitag Jutta Spies vom Freundeskreis Schloss Hungen zur Eröffnung der Ausstellung "Lebenszeichen" im Pferdestall des Schlosses. Noch bis zum 3. November kann dort die Ausstellung mit Keramikfiguren, Drucken, Scherenschnitten und Papierbatiken besucht werden.

Die Keramiken sind die neuesten Teile in den Arbeiten von Hain. Mit ihnen hat er den Sprung von zweidimensionalen Bildern hin in die Dreidimensionalität gewagt. Die aktuelle Ausstellung ist nicht die erste ihrer Art: Bereits vor 25 Jahren kam der Erziehungswissenschaftler Dr. Ulrich Hain zum ersten Mal in den Pferdestall des Schlosses; Anlass war seine erste Einzelausstellung. 1996 stand dann seine zweite Ausstellung hier an. Doch Ulrich Hain beschäftigt sich nicht nur mit Keramiken und Bildern - er spielt auch Flöte, wovon er die Besucher zur Ausstellungseröffnung auch überzeugte: Mit dem Trio Leggiero sorgte er für musikalische Abwechslung während der Vernissage am Freitag. Der 1939 geborene Ulrich Hain war schon als Jugendlicher künstlerisch tätig: er zeichnete und malte gern und erlernte das Flötenspiel, weil er im Schulorchester dabei sein wollte. Auch in seiner Zeit als Volksschullehrer war er im Universitätsorchester Gießen als Flötist aktiv. Insgesamt arbeitete er 34 Jahre in der Lehrerausbildung und hat dabei seine künstlerischen Aktivitäten beibehalten.

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