50 000 Euro Kosten

Illegale Entsorgung von Müll belastet die Stadtkasse

  • vonred Redaktion
    schließen

Hungen(pm). Unbelehrbare Menschen missbrauchen Wald und Flur in letzter Zeit verstärkt als illegale Müllhalden. Die jüngsten Müllkippen wurden - wie berichtet - am Mittwoch auf dem Parkplatz "Kleiner Rocksberg" an den "Drei Teichen" in Nonnenroth sowie im Bereich der ehemaligen Mülldeponie in Villingen (Mühlberg) entdeckt. In diesen Fällen wurden in Nonnenroth vor allem Bauschutt und in Villingen Grünschnitt in Plastiksäcken abgeladen. Alleine an den "Drei Teichen" musste der Bauhof 860 Kilogramm Müll entsorgen. "Die Kosten für die Ignoranz, Dummheit, Faulheit und falsche Sparsamkeit der Müllsünder muss leider wieder einmal die Allgemeinheit tragen, sollten die Täter nicht doch von Zeugen beobachtet worden sein", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. In diesem Jahr entstünden dabei Kosten für die Müllentsorgung (inklusive der Personalkosten) von etwa 50 000 Euro.

Dabei würde eine einfache Abwägung des Aufwands und der Kosten eher zum städtischen Wertstoffhof in Bellersheim (Ostendstr. 66) führen. Hier kann man Müll mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 12 Uhr kostenlos abgeben. Auch das Abfallwirtschaftszentrum Gießen hat an sechs Tagen in der Woche seine Türen für Müll aller Art geöffnet. Die Kosten für die illegale Entsorgung, die einen Verstoß gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz darstellen, können hingegen bei bis zu 100 000 Euro liegen.

"Zusätzlich zur Geldbuße stellen wir den Tätern selbstverständlich die Entsorgungskosten in Rechnung", betont Bürgermeister Rainer Wengorsch. Er bittet Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit, gerade wenn Fahrzeuge, insbesondere Liefer- oder Pritschenwagen, eigentlich für den Verkehr gesperrte Feld- und Waldwege nutzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare