Ideen für Kulturstätte

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Hungen(pm). Zu einer Besichtigung des ehemaligen "Darmstädter Hof" (Gießener Straße 24) trafen sich kürzlich die Mitglieder der Lenkungsgruppe "Lokale Partnerschaften". Ein zentrales Thema ihrer Beratungen war ein mögliches Nutzungskonzept für das leer stehende Saalgebäude, das einst als Kino- und Theatersaal diente. Die Jockel-Stiftung hat es erworben, um es als interkulturelle Begegnungsstätte zu reaktivieren. Gefördert wird das Vorhaben nicht nur über Städtebauförderungsmittel von Bund, Land und Stadt, sondern zum überwiegenden Teil aus EU-Mitteln.

Lärmgutachten

Wie es in einer Pressemitteilung der Stadt Hungen heißt, befindet sich das Vorhaben derzeit in der planerischen Vorbereitung. So wurde durch den Eigentümer ein vorhabenbezogener Bebauungsplan beantragt und ein Entwurf für die Umnutzung des leer stehenden Saalbaus sowie für einen Anbau erarbeitet. Der Entwurf des Bebauungsplans sowie der Umnutzung sei im Juli im Rahmen einer "Nachbarschaftsveranstaltung" präsentiert worden, zu der die Stadtverwaltung alle betroffenen Grundstückseigentümer eingeladen habe. Bei dieser Gelegenheit sei auch über ein Lärmgutachten informiert worden, welches für die Genehmigung des Vorhabens erforderlich sei. Auch ein Vertreter der Stiftung habe den Anwohnern Rede und Antwort gestanden. Zudem hätten die Anwohner Gelegenheit gehabt, den Bebauungsplan einen Monat lang einzusehen und sich dazu zu äußern. "Nachdem alle hierzu eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und aus der Öffentlichkeit geprüft und ausgewertet wurden, steht der Bebauungsplan nun zur Beschlussfassung an", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Als potenzieller Betreiber der interkulturellen Begegnungsstätte ist das HinterHofTheater im Gespräch. Vertreter dieses Hungener Vereins erläuterten den Mitgliedern der Lenkungsgruppe nun ihr Nutzungskonzept. Gedacht ist an Theater- und Kleinkunstaufführungen. Darüber hinaus könnten die Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Sitzungen der Stadtverwaltung genutzt werden und für kleinere Firmenevents zur Verfügung stehen. Dabei wolle der Theaterverein einen Schwerpunkt auf die lokale und regionale Vernetzung legen. So würde beispielsweise die Bewirtung der Veranstaltungen durch ortsansässige Gastronomen erfolgen, um mit der anstehenden Wiedernutzung einen Mehrwert für das Hungener Wirtschaftsleben zu erzeugen. In der Pressemitteilung der Stadt wird hervorgehoben, dass das geplante Vorhaben keine Konkurrenz zu den bestehenden Kultureinrichtungen und Gastronomiebetrieben in Hungen darstellen würde, sondern vielmehr als eine Ergänzung und Stärkung des lokalen Kulturlebens zu sehen wäre. Auch das Ruhebedürfnis der Nachbarn liege dem Verein am Herzen.

Die Lenkungsgruppe wird die weitere Entwicklung des Leuchtturmprojektes ebenso begleiten wie alle anderen im Rahmen der Städtebaufördermaßnahme geplanten Einzelmaßnahmen.

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