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Ein großes Fest wird mit der Hungener Gruppe gefeiert - aus Dankbarkeit für die schnelle Hilfe nach dem Sturm.

Partnerschaft

Freude in Mosambik über Hilfe aus Hungen

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Fürchterlich gewütet hat im März der Zyklon "Idai" in Südostafrika. In Hungen wurden Spenden für die Freunde in Mosambik gesammelt. Nun war eine Delegation der Gesamtschule Hungen vor Ort.

Lange nachwirken werden Erinnerungen an eine Reise nach Mosambik, von der kürzlich eine Gruppe der Gesamtschule Hungen (GesaHu) zurückkehrte. Die 14 Schülerinnen und Schüler sowie vier begleitende Lehrkräfte hatten die Partnerschulen in dem südostafrikanischen Land besucht und sich von der Verwendung der Gelder, die die Schulen aus Oberhessen erhalten hatten, überzeugt.

50 000 Euro Spenden gesammelt

Durch den Zyklon "Idai", der im März weite Gebiete von Mosambik verwüstet hatte, waren auch Schäden an Gebäuden jener Schulen aufgetreten, die vom Verein "Schulpartnerschaft mit Mosambik" unterstützt werden (die GAZ berichtete). Nach einem Aktionstag an der Gesamtschule Hungen Anfang April und durch private Spenden waren sage und schreibe 50 000 Euro zusammengekommen, so dass alle entstandenen Schäden an den vom Verein finanzierten Schulen repariert werden können.

Dank für unbürokratische Hilfe

Da diese Schäden nicht so groß waren wie ursprünglich befürchtet, konnte noch zwei weiteren benachbarten Bildungseinrichtungen geholfen werden. Dort freuten sich die Schulleiter und die gesamte Schulgemeinde besonders über die schnelle Hilfe, die sie von staatlicher Seite in dem verarmten Land nicht erwarten können. Dankbar zeigte sich vor allem die Schulgemeinde der Primarschule Chissassa, deren Gebäude durch die Unterstützung aus Hungen wieder instandgesetzt werden konnte.

Mit einem feierlichen Empfang der Reisegruppe wurde die Wiederinbetriebnahme der Schule begangen. Alle Redner betonten, dass ihnen die Worte fehlten, um ihr Glück zu beschreiben.

Grenzenlose Freude

Die GesaHu-Gruppe besuchte mehrere Schulen, die vom Verein gebaut bzw. verbessert wurden. Sie befinden sich im Zentrum des Landes nahe der Provinzhauptstadt Chimoio. Bei jedem Besuch war die Freude der Mosambikaner groß, wenn die Gäste eintrafen. Eine herzliche Begrüßung mit Gesang und Tanz sowie eine Einladung zum Essen im Schulgebäude gehörten stets zum "Pflichtprogramm". Dazu wurden beim Rundgang die Räumlichkeiten sowie die Ausbau- bzw. Ausbesserungsmaßnahmen aus jüngster Vergangenheit präsentiert. Der Stolz und die Freude über das Erreichte waren dabei auf beiden Seiten deutlich erkennbar.

Schrachprobleme? Kein Thema!

Neben den baulichen Fortschritten bildete aber auch der soziale Kontakt bei dieser Begegnungsreise ein wesentliches Element. Die mosambikanischen Schüler eroberten mit ihrer Offenheit schnell die Jugendlichen aus Deutschland. Eventuelle Sprachschwierigkeiten wurden durch Gesten überbrückt; der Sport kam als verbindende Kraft zum Tragen. Man spielte zusammen Fußball und Volleyball auf dem Schulgelände, bis die Rückfahrt zur Unterkunft anstand.

2020 wird Jubiläum gefeiert

Neben den Schulbesuchen stand auch ein Wochenende zusammen mit mosambikanischen Lehrkräften auf dem Programm. Am Chicamba-See wurde auf kreative Weise ein Vergleich zwischen Mosambik und Deutschland erarbeitet. Die dabei entstandenen Bilder werden anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Schulpartnerschaft im Jahr 2020 an der Gesamtschule Hungen präsentiert.

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