Bei einem Werkstattbrand in Utphe war die Hungener Wehr gefordert. FOTO: ARCHIVFOTO LBH
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Bei einem Werkstattbrand in Utphe war die Hungener Wehr gefordert. FOTO: ARCHIVFOTO LBH

Hungener Wehr zählt 46 Aktive

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Hungen(pad). Christian Seibert bleibt Wehrführer in Hungen. Auf der Jahreshauptversammlung wurde er nun im Amt bestätigt. Diese fand am Donnerstag unter Beachtung aller Covid-19-Schutzregeln in der Fahrzeughalle der Feuerwehr statt.

Zuvor hatte Christian Seibert eine Bilanz für 2019 gezogen. Positiv entwickelte sich die Zahl der Einsatzkräfte: Zwar zogen einige langjährig Aktive aus Hungen fort. Jedoch wurden auch drei junge Feuerwehrleute aus der Jugendfeuerwehr übernommen, zudem gab es weitere Zugänge, sodass die Gesamtzahl auf 46 Einsatzkräfte stieg. Acht davon sind Frauen. Mit 78 Alarmierungen war die Freiwillige Feuerwehr Hungen etwas mehr als im Vorjahr im Einsatz. Von kleinen und großen Bränden über ausgelöste Brandmeldeanlagen bis hin zu Türöffnungen und Verkehrsunfällen reichte das Einsatzspektrum. Dabei ragt unter anderem ein Einsatz am 1. Mai hervor:

Unfälle und Feuer in Trafo-Station

Damals war ein Wanderer auf Maitour im Wald durch die Abdeckung eines Brunnens gebrochen und zehn Meter tief abgestürzt. Zusammen mit der Höhenrettung konnte er aus der misslichen Lage befreit und ins Krankenhaus gebracht werden. Neben dem Großbrand eines Werkstattkomplexes in Utphe war die Hungener Feuerwehr bei einem Scheunenbrand in Nonnenroth im Juli sowie einem brennenden Schweinestall in Bellersheim gefordert. Der Brand einer Trafo-Station im März war ebenfalls eine besondere Herausforderung, da neben dem Brandrauch auch die elektrische Spannung eine Gefahr für die Einsatzkräfte darstellte. Zudem befreite die Feuerwehr mehrfach Verletzte nach Unfällen aus ihren Autos.

Stadtrat Richard Pleyer überbrachte den Dank des Magistrats und des Bürgermeisters für die Einsatzbereitschaft. Er betonte, dass es wichtig sei, auch in Zeiten von Covid-19 den Zusammenhalt in der Feuerwehr zu stärken: "Einer allein kann keine Feuerwehr sein." Stadtbrandinspektor Udo Träger ging auf die Einschränkungen ein, die Covid-19 für den Übungsbetrieb bedeutete. "Bis Anfang des Jahres war Corona für mich nur eine Biersorte", erklärte er. Er händigte zudem Sebastian Seibert und Robin Reichhardt die offizielle Übernahmeurkunde in die Einsatzabteilung aus.

Als neuer Jugendwart wurde Tobias Rudel gewählt. Er folgt Daniel Butzin im Amt. Neue Beisitzer der Einsatzabteilung im Feuerwehrvereinsvorstand sind Christian Kaiser, Tanja Butzin und Stefan Peinzger.

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