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Die Hungener und das Jahr ohne Allerheiligemarkt

  • vonPatrick Dehnhardt
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Für die Hungener ist das ein trauriges Wochenende. Am 1. November findet seit eh und je der Allerheiligenmarkt statt. Nur 2020 nicht. Stattdessen Novembertristesse.

Doch wie hätte der Bericht zum Allerheiligenmarkt 2020 ausgesehen, wenn er stattgefunden hätte - unter normalen Bedingungen? Vermutlich so: "Das Wetter machte zwar dem Monat November alle Ehre - kühl und immer wieder mal Regen. Doch das konnte die weit über 10 000 Besucher nicht davon abhalten, durch die Marktgassen zu schlendern.

Der Besucherstrom kam immer wieder ins Stocken: Wenn man bekannte Gesichter trifft, muss man einfach für ein Schwätzchen anhalten. Genau das ist auch das Besondere beim Allerheiligenmarkt: Die Leute, die man das ganze Jahr leider nicht gesehen hat, trifft man genau da.

Die Atmosphäre ist entspannt, lachen und Glühweinduft liegen in der Luft. Und falls doch mal jemand ins Stolpern gerät, stehen die Freiwillige Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz bereit, um sofort Erste Hilfe zu leisten.

Besonders rund um die Markthalle stehen die Menschen dicht an dicht. Zum einen gibt es dort von verschiedenen Anbietern kulinarische Genüsse - von Crêpes über Spießbraten bis hin zu Kartoffelpuffern war für alle Geschmäcker etwas dabei.

Wer statt einer Bratwurst lieber Bücher verschlingen wollte, der wurde beim Flohmarkt der Stadtbücherei fündig. Eine Etage höher servierte im Kulturzentrum Alte Grundschule das Café für Jung und Alt Kaffee und Kuchen.

Aber was wäre der Markt ohne die zahlreichen heimischen Vereine? Der Hungener Carnevalsverein und die Wetterauer Stallburschen, der TSV Hungen, die Weißrusslandhilfe und viele weitere mehr trugen zur Vielfalt unter den rund 200 Ständen bei. Und für jeden, der es in Hungen so schön fand, dass er gerne noch länger bleiben oder wiederkommen wollte, hatte das Stadtmarketing Tipps für Ausflugsziele und Übernachtungsmöglichkeiten.

Neben Bürgermeister Rainer Wengorsch zogen auch die Geschäftsleute in der Innenstadt ein positives Fazit: Es war ein besucherstarker Markttag."

Schön wär’s vermutlich gewesen - hoffentlich klappt’s 2021 wieder. Dann aber an einem Montag. pad/ARCHIVFOTO: LWDE

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