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Die Hungener und der inoffizielle Hitzerekord

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In ganz Hessen war es am Donnerstag heiß. In ganz Hessen? Ja - aber in Hungen noch heißer als in anderen Orten: 41,3 Grad wurden am Nachmittag an der Wetterstation von Peter Beyer gemessen. Der hessische Rekord geht aber nach Frankfurt-Westend - wo es im Vergleich dazu geradezu kühle 40,2 Grad waren. Aber warum bekommt Hungen nicht den Hitzerekord?

Aus formalen Gründen. Wie der Deutsche Wetterdienst im Gespräch mit der "Gießener Allgemeinen Zeitung" erklärte, gelten nur die Werte, die an Wetterstationen mit einer sogenannten WMO-Kennung gemessen wurden. Hinter WMO verbirgt sich die Weltorganisation der Meteorologie. "Das ist weltweit so", sagt der DWD.

Damit nicht mit Betonplatten oder anderen Tricks die Werte künstlich in die Höhe getrieben werden können, gelten für WMO-Stationen strenge Anforderungen. Das beginnt mit der Ausrichtung der Messsensoren und endet bei der Umgebung der Wetterstation. Und selbst wenn diese Faktoren in Hungen alle erfüllt sind - ohne WMO-Kennung gibt es keinen Rekord. Auch nicht nachträglich. So bleibt der Hitzerekord in Frankfurt-Westend. (pad/Foto: dpa)

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